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Archive for the ‘Jahresrad’ Category

Novembersüße

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nov06

Novembernebel, Geheul und Wandel. – Vielleicht versüßt das November-Angebot in der Lieselei (zu jedem Lieselbuch 1x Papierschablonen nach Wahl gratis, zum reinen Buchpreis) der ein oder anderen Lieslerin die dunklen Abende, oder die einer lieben Freundin. Denn ich weiß ja, wie über den wundervollen November gejault werden kann, wenn Nacht und Nebel zu lang und zu dicht werden und etwas Farbe ins Leben muss.

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Ich mag den November. Ich weiß, das sag ich jedes Jahr. Und jedes Jahr bin ich wieder entzückt, wenn November ist. Mit dieser Meinung schwimme ich im Großen und Ganzen gegen den Strom. Und ja, es ist dunkel, es wird kalt, man nimmt Abschied von Jahr und Garten und fühlt all das Blühende und Wachsende durch die Finger gleiten, Moder, Moos und Pilze. Wird jemals wieder eine Blüte aus diesem tristen Boden treiben? Ja. Wird sie. Aber erstmal wird Platz gemacht. Und auch wenn der Spätherbst dunkel und grau ist, ist er doch das Negativ, die Vorbereitung für das unbeschriebene weiße Blatt, auf dem wieder alles möglich ist. Und weil die Sonne besonders golden ist, wenn sie denn mal golden scheint, im November, und ja, weil ich ein Novemberkind bin, habe ich das Gefühl, den liebenswerten November mit seinem Nebel und seinen in den Boden sinkenden Blättern ab und zu mal hochhalten zu müssen und zu sagen, seht her, er ist einer von Zwölf, nur mit ihm ist das Jahr vollständig! Fast hätte ich gesagt: Ihn ab und zu mal in den Arm nehmen zu müssen – das freut ihn natürlich auch, aber brauchen tut er das nicht, er ist nämlich stark und präsent und schafft das getrost ganz alleine.

Vielleicht freut sich aber der ein oder andere Mensch, wenn er denn (konkret oder im weitesten Sinne) ab und zu mal in den Arm genommen und gedrückt wird, wenn der Novembernebel gar zu grau ist. Und weil es vom tröstlichen Licht und nettem Austausch nicht weit bis zum geselligen Handarbeiten ist, mit Tee und Kerzen, Farben und weichem Material, können wir unser Nähkörbchen jetzt ruhigen Gewissens vorholen und in aller Weltenruhe farbige Werke schaffen, und uns selber bestätigen: Im Frühling wachsen die Blumen wieder. Aber erstmal zur Ruhe kommen…

nov02

nov05

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dasselbe in Grün

Der Winter hat ja nun doch noch vorbeigeschaut bei uns. Es liegen sogar noch Schneereste in den Ecken. Sämtliche Teesorten, Ingwer, Kaminzauber, Rotbusch, Kräuter, mit oder ohne Gewürzbeutel, Zimt oder Chili, jeden Fruchtpunsch von Apfel bis Kirsch mit und ohne Obststückchen, Variationen von heißer Zitrone und zwischendurch Malzkaffee mit oder ohne Vanille oder Schokolade hab ich hundertfach durch und mein Bedarf an heißen Getränken ist gedeckt. Jetzt mag ich nicht mehr. Heute strahlt ein wundervoller Anfangfebruarvollmond und zeigt, dass das Jahr unaufhaltsam in die Puschen kommt. Es wird heller.

januarWarme Mützen tun immer noch gut. Sowohl beim Häkeln als auch auf den Ohren.  Ein Modell für den Herrn (mit Bommel), für den Teeny (Bommel? Auf gar keinen Fall!), für ein süßes Mädel (rosa Bommel), und ….

januar2… die da? Ist die für die Katz?

 

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Nein, die ist für dieses entzückende Wesen. Noch eine Hippie nach Arne & Carlos. Was auch immer ich werkel, ich kann davon ausgehen, dass ich dasselbe in Grün sowieso nochmal für meine Grün liebende Tochter machen muss. Diese Hippie also in Grünschattierungen, mit etwas kleinerem Kopf und ganz nach Wunsch „zum Frisieren“. Bei der ersten Hippie staunte ich schon, wie ewig das Einziehen der Haarsträhnen dauerte. Ehrlichgesagt hatte die erste nur mehr oder weniger so etwas wie eine Langhaarmönchstonsur… aber das bleibt unter uns. Als ich nun also den Auftrag „zum Frisieren“ bekam, standen mir erstmal die Haare zu Berge, aber dann wusste ich, was zu tun ist.

Erstmal ging ich in unser Handarbeitsgeschäft, sagte artig: „Ich hätte gerne blonde Haare!“ und bekam NICHT zu hören, dass der Friseur nebenan ist. Das fand ich super. Und noch besser fand ich, dass es, obwohl ich mit irgendeinem Garn in Zitronengelb gerechnet hätte, in einem hinteren Ladenwinkel noch eine Tüte Puppenhaargarn gab, und exakt ein letztes Knäul Blond. Das Leben kann so schön sein!

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Beim Aufbau der Haarpracht ging es dann vielleicht etwas mit mir durch. Aber ich dachte: wenn schon, denn schon. Und so bekam diese Hippie eine irre Quaste blonder Locken in den Schädel; am Hinterkopf mit ein zwei Stichen etwas festgeheftet, damit sie nicht hinterwärts kahl ist, falls sie zwei Zöpfe oder eine Hochsteckfrisur trägt.hip2hip1hip3

Ja, also, und die Mütze ist für sie. Sie hat zwar noch kein Kleid. Aber eine Mütze ist ja wohl wichtiger, im Winter.

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Tagundnachtgleiche

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Wie ein Eichhörnchen, das Nüsse sammelt (und nie auf die Idee käme, das in Frage zu stellen) möchte ich gerade Stricksachen anfangen und Maschen aufnehmen, so viel ich tragen kann. Mützen, Decken, Socken, Stulpen, so viele, wie es Stricknadeln und Nadelstärken gibt. Ein Strickzeug an jeder Ecke, für jede Gelegenheit, in jeden Korb gestopft. Entweder stelle ich diesen Sammeldrang in Frage, oder ich muss mich eichhörnchengleich darauf einstellen im Frühjahr Mengen von angefangenen und vergessenen Walnüssen Wollknäulen zu entdecken.

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Die Farben wechseln von strahlenden Sommertönen zu reichen satten Erntefarben vor brüchigem Grau. Garne und Stoffe sind eingemachte Farben. Vorräte für die dunklere Jahreszeit.

sept6 sept5 sept4Ideen für Quilts, Lieseleien, Muster, Häkeleien und Strickwerk liegen wie Blätterhaufen überall, hingekritzelt auf jeden Zettel, der gerade zur Hand war. Eingefangen und konserviert, um vielleicht irgendwann entkorkt und genossen zu werden, wenn der Wind ums Haus heult.

sept7 sept8 sept9Der Sommer darf sich noch ein bisschen zeigen
und die Spitzen vergolden, aber der Herbst kann kommen.

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Novemberkleinigkeiten

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Heute morgen war ein Streifen Eisblumen am Nordfenster. Keiner wollte so richtig mit dem Hund raus. Aber draußen war es dann eigentlich doch ganz erstaunlich. Die Blätter der großen Weide an der Weggabelung fielen gefroren und leise klickernd durchs Geäst. Unter der papierweißen Birke lag ein Fundstück zarte Rinde. Kiefernzapfen und -nadeln, Eicheln, daneben noch blühende Gänseblümchen. Rauhreif… und zu Hause eine große Tasse Tee.

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Wer näht denn gerne Minis aus bunten Schnippelchen? Ich hätte hier noch einen Stapel abzugeben. Kommentar genügt (bis einschließlich Montag, 18.11.) Um all die kleinen farbigen Schnuckelchen zu nutzen, sollte man schätzungsweise auch gerne Schablonen oder Teile in der Größenordnung von 3/4″-Schablonen nähen. Für farbiges Gewerkel im gemütlichen Novembernebel…

 

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frue1

… und manchmal klopfe ich mir die Erde von den Knien, schrubb die Finger, und NÄHE draußen auf der Terrasse.

Am liebsten Stoffe bedruckt mit
Beeren, mit Erbsen,
mit Tomaten,
Birnen,
Äpfeln,
Kirschen

xo

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… the promise of joy

Hallöchen Ihr Lieben! Steht Ihr auch schon in den Startlöchern für kreativ-kuschelige Abende (oder ganze Tage), für Tee und Klönen und Nadelwerk?

Die Herbst-Tagundnachgleiche steht bevor. Ich genieße die wunderbaren Sonnentage und diese ganz besonders wohlige Wärme vom September – genauso genieße ich es aber auch zu beobachten, wie sich die Pflanzen zurückziehen, wie die Blätter an den Rändern kraus werden, die Feuchtigkeit aus den Feldern hochsteigt. Vorgestern hab ich einen Klafter Holz gestapelt. Die Ofenzeit kann kommen. Gestern platschten dicke Tropfen auf die Erde, die der Wind aber gleich wieder getrocknet hat.

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Und die Distelfinken! Die neulich an den verblühten und kernreichen Sonnenblumen knabberten und pulten! Wie niedlich sind die denn! They made my day!

Nach der Gartenzeit und Sommerzeit kommt bald verstärkt die Lesezeit und Handarbeitszeit. Mit dem Schwung von der helleren zur dunkleren Jahreshälfte fange ich an, Habseligkeiten innerhalb der vier Wände zu ordnen und Wollknäule zu horten und Kuschliges zu planen und Körbe und Schachteln umzusortieren. Ein alter Puppenwagen wartet darauf, als Strick- oder Katzenkörbchen aufbereitet zu werden (oder auch beides gleichzeitig, das ist für die Katze schon okay. Neulich auf dem Sofa: Ich strickte mit der 80 cm Rundstricknadel so für mich hin, die Katze neben mich gekuschelt, als die Haustürklingel ging. Normalerweise zuckt die Katze nicht mal mit dem Ohr, aber in dem Moment hat sie sich so erschrocken, dass sie wie der Zirkustiger durch den Reifen durch meine Rundstricknadel schoss und das hilflose Strickzeug zwei Meter mit sich zog. Ich konnte vor Lachen kaum die Laufmaschen wieder einfangen.)

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Während man draußen noch das Grün der Blätter aufnimmt, als ob man die Blätter damit noch ein Weilchen länger an den Bäumen halten, das Grün konservieren könnte, wurden drinnen Wände Maigrün gestrichen, Blattgrün, Lindgrün, erholsam Grün. Es sah am Renovierungstag auch unter den Barfüßen ganz schön aus, besonders, als ich mich zum Päuschen in den Schneidersitz setzte und das Grün der Fußsohlen so schön zu meinem Silk Garden Farbverlaufsgarn aussah . . . Für ein Foto war es mir dann aber doch etwas zu peinlich . . .

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Altes geht, damit neues kommen kann. Der Jahreskreis ist jederzeit perfekt.

Ich freue mich jedenfalls sehr darauf, wieder und noch aktiver zu werden mit Knäulen und Nadeln, mit Stoffen und Farben. Und bei dieser Gelegenheit möchte ich ein sehr schönes Buch weitergeben: „Making Quilts … the promise of joy“, von Kathy Doughty. Es ist zweisprachig englisch/französisch geschrieben und beherbert die Anleitungen samt Schnittmusterbögen für farbprächtige Quilts.

Es darf jetzt weiterziehen wie die Schwalben, oder was auch immer sich da draußen sammelt und irgendwohin zieht. 
Wer möchte es haben?
Schreibt einfach bis inklusive Samstag, 15.9.12, einen Kommentar, dann seid Ihr in der Auslosung dabei!

xo xo xo

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Weißes LiBellchen

Bei aller Farbigkeit, die reinstes Lebenselexier ist, brauche ich auch Weiß. Das geht schon seit einiger Zeit so. Schon vor Monaten hab ich mich gewundert (als ich meinen Kleiderschrank nach Farben sortiert einräumte, was nebenbei bemerkt Wunder wirkt), dass ich erstaunlich viel weiße Kleidung besitze.
I need colors, but I also need white. Months ago I recognized, astonished, that I own quite a lot of white cloths.

Vielleicht ist es die Zeit um den längsten Tag, den höchsten Sonnenstand, dass es mir noch einmal besonders bewusst wird, und der Hunger nach Weiß noch größer ist.
Maybe it is the time of the sun being on her highest point, that I even need more white. There is something cheerful about white. It is pure, it can be calm, it is full of promises like a blank page.

Neulich unterwegs. (Eben war das „N“ weg und es blieb
„eulich“ unterwegs. – Ja. Vielleicht auch das. Schuhu!)

Weiß hat jedenfalls etwas sehr positives. Rein, ruhig, verheißungsvoll wie ein unbeschriebenes Blatt. Gefällt mir!

Neulich bei Liesel entzückte mich ein LiBellchen besonders. Ihre LiBellchen werden immer kunstvoller ausgearbeitet. Eigentlich geht nur 100% Bewunderung, für jedes einzelne gleichermaßen. Vielleicht lag es am Weißanteil, dass es für mich hervorleuchtete?
Lately, visiting Liesel, it seemed to me that this LiBellchen was shining out.

Ist es nicht wunderschön! Isn’t it lovely?!

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Ich traute mich kaum zu fragen, ob ich es haben dürfte . . . fragte dann aber doch, und Liesel zeigte sich genauso entzückt darüber, dass ich es haben wollte, wie ich, dass ich es haben durfte! Wie Mamas eben so sind ♥ xo
I hardly dared asking if I may have it . . . but Liesel seemed to be equally delighted about my question as I about being allowed to take it with me! That’s the way Mums are ♥ xo
 

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Heute habe ich ein wenig Näh-Zeit. Für Weiß und für bunt.
Today I have some time for sewing. White. And colored.

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Genießt das Sommerlicht!

 

 

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