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Archive for the ‘Lecker’ Category

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Sie war zum Glück nicht alleine, denn in der Ecke standen noch zwei leere Kistchen, nachdem die hungrige Familie die ganzen schönen orangen Vitamine weggegessen hatte. Da kam eine farbhungrige Erfinderin des Wegs und dachte, boh, in diese schönen Schränkchen kommen meine Gewürzdosen! Die leeren, recycelten, die in einem Rutsch gleich mit alten Kalenderblättern und Bastelpapier aus Zeitschriften und buntem Klebeband aufgehübscht werden. Und es ist so COOL, mit dem zu arbeiten, was gerade da ist, so nobel es auch wäre, die hochglänzenden Kleinmöbel im nahegelegenen Möbelhaus von ihrem leeren Dasein zu erlösen. Stattdessen lieber Mandarinenkisten, die ohne Mandarinen eigentlich nur noch Kisten sind, befreit von Etiketten.

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Es ist ein langes glückliches Märchen. Es ist voll heldenhafter Taten – das Holz wurde vor dem Ofen Drachen gerettet, die elektrische Leitung vor dem Bohrer der Lanze, und der Wolf vor der Schneelawine, die vom sonnenbeschienenen Hexenhaus rutschte.

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Farbige Figuren haben dazu beigetragen, wie der findige Modellbauer Ritter mit dem kompletten (!) Sortiment an Schrauben, Kleber und Know-How, die Prinzessin, die keine Erbsen mag und lieber Duftbäder nimmt, und ein Bisschen auch die Baba Yaga, die auf ihrem Ofen reitet und eigentlich immer lecker Gewürzplätzchen verteilen könnte, die aber einen grimmigen Ruf zu verteidigen hat.

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Ein Märchen, lang wie 100 Feenjahre, in dem die Hexe schließlich und endlich und zu guter Letzt in ihrem neuen Ballkleid ums Feuer tanzt und vor Glück händeweise Kräutlein in die Luft wirft.

regal5 regal6Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Und zünden ab und zu ein Räucherstäbchen an.

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Heute regnet es junge Hunde. Gestern war es nicht ganz so schlimm. Da war es nur kühl und nieselte immer wieder. Und was gibt es da schöneres, als nach Hause zu kommen und von Pfannkuchenduft begrüßt zu werden? Also gab es gestern mittag Pfannkuchen. Und nach der Schule erschnupperte mein Kind das Mittagessen schon auf dem Weg nach Hause und war glücklich! Ab ins Warme und Trockene, und dann Pfannkuchen heiß und frisch gebacken und mit ZimtZucker bestreut….

Ich backe immer gleich einen ganzen Berg davon. Sie sind ungesüßt und können abends kalt (oder aufgewärmt) als Wraps bestückt werden. In einer Zeitschrift fand ich neulich das Rezept für eine Bohnencreme für Wraps: Man nehme ein Glas rote Bohnen und püriere sie nach Belieben mit Olivenöl, Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Zucker, Zitrone, Chili…. Eine wunderbare Creme zum Aufstreichen auf Wraps, und dann – wie wunderbar, wieder nach Belieben! – belegt mit Salat, Tomate, Mais, Lauchzwiebelringlein… einklappen, aufessen, Finger abschlecken, lecker!

Und heute gab es die Pfannkuchenreste als Flädlesuppe – oder Fädlesuppe? Fein streifig geschnittene Pfannkuchen sind nun mal auch Fädchen. In einer Brühe mit Erbsen, Petersilie, Frühlingszwiebel…

Pfannkuchen backen war für mich über die Jahre eine echte Herausforderung, aber inzwischen backe ich sie ganz virtuos. Deshalb teil ich jetzt gerne mal meine Küchengeheimnisse:

Pfannkuchen (vegan)

600 g Mehl mit
1 geh. EL Stärkemehl und
1 kl. TL Salz    vermengen. Mit
1 l Pflanzendrink mit dem Schneebesen verrühren. (Haferdrink ist dabei momentan mein Favorit: Soja-, Mandel-Drink etc verhält sich etwas anders – einfach ausprobieren!)

Diesen Teig lässt man 10 – 15 Minuten ruhen, damit er quellen kann, bevor man ihn nochmal kräftig durchrührt.

Irgendwann hatte ich festgestellt, dass die ersten einzwei Pfannkuchen nicht so schön werden wie die nächsten. Also lasse ich inzwischen einfach die ersten beiden weg. Soll heißen: Ich erhitze meine glatte Edelstahlpfanne (nichts beschichtetes, das kann ganz anders sein!) ein paar Minuten ohne Pfannkuchen, einfach nur die leere Edelstahlpfanne auf der heißen Herdplatte. Und DANN fange ich erst an zu backen. Anfangs kommt ein kleiner TL Sonnenblumenöl in die Pfanne, über den Boden verteilt, und sofort die erste Kelle Teig hinein.

Die Pfannkuchen sind ziemlich dünn. Der flüssige Teig wird komplett verstrichen. Wenn oben drauf noch flüssiger Teig zum nach außen streichen ist, dann wird er noch nach außen gestrichen. (Die Teigmenge pro Pfanne ist natürlich dann wieder Erfahrungssache).

Eigentlich wünsche ich mir so ein Holz-T, wie es die Crepebäcker benutzen. Hab ich aber nicht, und so muss der hölzerne Pfannenschieber herhalten, um den Teig gleichmäßig (nach außen kreisförmig) zu verteilen. Dann ist man geduldig (Herd auf mittlere Hitze gestellt) und wartet, bis der Teig oben nicht mehr glänzt, bis er oberwärts trocken ist. Dann löst man mit einem ganz flachen („scharfkantigen“) Metallpfannenschieber den Pfannkuchen ringsherum etwas ab und kann ihn ganz einfach umdrehen. Er löst sich wunderbar. Noch kurz die andere Seite bräunen, und weiter geht es mit der nächsten Kelle Teig.

Öl gebe ich nicht mehr dazu. Sie backen wunderbar einfach so.

Ja, und es regnet immer noch. Cats and dogs. Wie schön, wenn man da zwischendrin die Stricknadeln klappern lassen kann! Dies wird ein I-Cord. Wofür auch immer „I“ steht. Es ist das gleiche, was mühselig aus einer Strickliesel herausgewurstelt wird. Aber mit zwei (kurzen) Stricknadeln geht es viel besser! Hier sind es vier Maschen, die immer gleich abgestrickt werden: Stricken, Maschen auf der Nadel nach rechts schieben, Faden von links nach rechts führen (er liegt nur hinter den Maschen, nicht zu locker, dann sieht es aus wie rundum gestrickt) und auf der rechten Seite der Nadel wieder die vier Maschen abstricken [auf der Nadel nach rechts schieben, abstricken] x-mal wiederholen und schwupp hat man 8 Meter, wenn man nicht früh genug aufhört.

icord

Das war, bevor ich es feucht in Form gezogen habe. Und momentan kann ich die ganze Angelegenheit nicht fotografieren (es regnet, hab ich das schon erwähnt?) und überhaupt, vorher gibt es noch den fertigen Perlmusterschal zu sehen! Heute an dieser Stelle also nur ein unmögliches Bild und Appetit auf Pfannkuchen…

 

 

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Ja, du meine Güte, wo fang ich an…

Ach, egal, kurz und schmerzlos:

Der geplante Fertigstellungstermin der LiBellchenbücher ist perdu. Ich weiß nicht, was schief gelaufen ist. Da müssen der Verlag und seine lieben Kunden jetzt mal ganz stark sein, tief durchatmen und sich noch ein paar Tage an der Vorfreude laben. Ich schätze mal, statt Ende dieser Woche vielleicht nächste Woche….. mag aber noch nichts versprechen. Da ich die Kurbel an der Druckmaschine nicht selber drehe, weiß ich es leider auch noch nicht genauer. So. Das dazu. Jemand ein Stückchen Gewürzkuchen?

Ein Hefekuchen ist einfach mein liebstes, und er geht so schön einfach, ist variabel ohne Ende und leeekkkker!!! Hier mein Lieblingsrezept (der Grundteig ist eine Variation eines süßen Kastenbrotrezeptes aus dem Buch „Brotrezepte aus ländlichen Backstuben“)

Hefeteig
250 ml Milch mit
60 g Butter leicht erwärmen, so dass die Butter gerade anschmilzt. Vermischen mit
80 g braunem Zucker, Prise Salz,
1 P Trockenhefe (oder ein Würfel frische Hefe, zerkrümelt),
450 g Mehl,
1 Ei

Mit den Knethaken (ich nehme die Küchenmaschine mit Knethaken) kneten lassen, evtl. noch vorsichtig Mehl nachstäuben, es darf zwar ein klebriger, aber kein matschiger Teig sein. Vielleicht wird es auch schon ein flauschiger Ball. Nur nicht zuviel Mehl, sonst wird der Kuchen später dröge.

Die Rührschüssel liebevoll mit einem Küchentuch bedecken, so dass der Teig keinen Luftzug abkriegt. Sonderlich warm stelle ich den Teig gar nicht zum Gehen, zimmerwarm eben, und einfach „nicht kalt“. Stattdessen bevorzuge ich dann ein gelbes, oranges, sonniges Tuch zum Zudecken, denn der Teig soll es ja warm und schön haben, und Gelb wärmt!

Nach einer halben Stunde nochmal mit den Knethaken durchrühren.

Nach nochmal einer halben Stunde nochmal. (Hat man gerade noch was anderes vor, kann man die Prozedur sogar nochmal wiederholen. Insgesamt also drei- bis viermal durchkneten und dazwischen immer zugedeckt in Ruhe lassen.)

Dann kann man schon mal die nächsten Zutaten zusammensuchen:

Rosinen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Biozitronat (denn das schmeckt wie kandierte Zitrone und nicht wie das, was sonst alle aus dem Kuchen pulen) und meine neuste Lieblingsgewürzsemmelzutat:
Brotgewürz! Also Fenchel-Kümmel-Koriander, grob gemahlen. Das passt herrlich zu der leichten Süße vom Hefeteig und der Rosinen.

Das (oder andere Körner und Gewürze ganz nach Belieben) wird dann unter den Teig geknetet, der sich jetzt schon ordentlich vergrößert haben sollte. Dann lockt man ihn aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche, knetet hin und her (jetzt sollte möglichst nichts mehr zu sehr kleben) und nimmt für die Mitte der Brotsonne ein Bällchen ab. Den Rest vom Teig teilt man in vier Teile und rollt diese zu vier Schlangen mit Wespentaille (also zu Teigrollen, die in der Mitte ganz dünn gedrückt sind).

Auf ein Backblech mit Backpapier legt man nun die erste Schlange, die zweite quer drüber, die dritte und vierte auch, sodass die vier dünnen Mitten übereinander liegen. Jetzt das rund gedrehte Bällchen in die Mitte und plattdrücken. Die acht Sonnenstrahlen werden alle etwas spiralig in eine Richtung gedreht.
Hier ein wenig drücken, da ein wenig formen, dort ein bisschen modellieren. Fertig.

Dieses Kunstwerk wird in den kalten (!) Ofen geschoben, dann Ober- und Unterhitze auf 190 Grad stellen, und nach 25 – 30 Minuten mittels Stäbchenprobe einfach mal testen, wie die Lage ist. Fest und flauschig und goldgelb, oder braucht er noch ein paar Minuten? Fertig? Prima! Fertig zum Genießen und einfach mal den Tag versüßen!

 My lovelies, I have to tell that the date for publishing and delivery of the „LiBellchen“-book will be later than planned – well, all I can do is to try to sweeten your day by an irresitable recipe, and hope that the translation will be understandable…:

Somebody here who likes a delicous piece of spiced yeast cake?

Slightly warm up
250 ml milk with
60 g butter, then add this to
80 g brown sugar, pinch of salt
yeast (I use eather one small package of dried yeast or a yeast cube)
450 g flour
1 egg

Knead with dough hook (I use my kitchen aid), maybe you want to add some flour – but careful, it may not become dry. Cover the bowl with a nice yellow, bright or orange kitchen towel. It has to be nice and cozy in the bowl, and warmed by the color!

Knead again after half an hour, repeat this maybe three times.

With last kneading add
raisins, roasted pumpkin seeds, sunflower seeds, citron, aaand, my latest favourate, this typical bread spice (IS it typical wherever you live…?) of fennel, caraway and coriander!

Then put the dough on a table with flour, knead by hand, left and right…. Take some dough to form the middle of the sun and divide the other part into four pieces. Form four long rolls and thin the middle of it. Lay the four rolls on a baking pate one over the other, that you achieve a flower with eight leafs. Order the leafs like shown, curved, add the ball in the middle. Mold here and there….

Put this piece of art into the cold (!) oven, adjust the heat to 190 degrees and have a look after 25 – 30 minutes, if the cake could be ready. Golden? Ready? Great! Ready for a delicous little break … enjoy!

  

 

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