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Archive for the ‘Nähen’ Category

stilvoll ent-sorgen

Ob man schreibt und Stifte spitzt – Stoffe schneidet und Schnippel produziert – Büschel aus der Katze bürstet – das alles kann einem den Tisch ganz schön verkramen. Ob Fadenenden vom Häkeln oder Stricken, trockene Blätter von der Topfpflanze, leere Stifte – was eben alles so ab-fällt, das mag ich nicht zwischen der eigentlichen (Hand-)Arbeit auf meiner Tischplatte haben. Also nicht „Erstmal ausschweifend wirbeln, irgendwann aufräumen und dann zum Schluss zusammenkehren“. Klingt zwar auch schön, aber das Wirbeln an sich dauert bei mir immer so lange, dass eine heftige Menge Hobelspäne in alle Richtungen fliegt, was irgendwann ganz schön flusig wird. Besonders, wenn dann alles an Stoffen haften bleibt, oder von Katzenfüßen im ganzen Haus verteilt wird.

Also, alle Schnippel in die Dose! Wenn schon Chaos, dann bitte fusselfrei.

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Nicht so sehr in diesem Sinne von Abfall-entfernen, sondern mehr im Sinne von Aussortieren ist „Ent-sorgen“ sowieso ein interessantes Wort: Was man entrümpelt, nimmt eine Sorge. Man muss sich nicht mehr um zehn Jahre lang unbenutzt Verstautes sorgen (da steckt bezeichnenderweise der Stau drin!). Ent-Sorgen ist so schön sorglos. Eine Sorge weniger.
Und was man liebt, kann man dann ja mit ganzem Herzen um-sorgen, das finde ich okay, das hat dann gleich wieder eine ganz andere Färbung, oder?

Schnippel kommen also sofort weg, und dafür hatte ich schon immer das ein oder andere kleine Behältnis in der Arbeitsecke zur Hand. Neulich schneiten zwei Pappdosen ins Haus, eigentlich nur Verpackung, aber irgendwie so schön… Und so wurde die eine zur Stiftebox, die andere zur Schnippelabfalldose. Der Aufdruck allerdings war nicht so klasse, und so wurde den beiden ganz unzeremoniell mit dem, was grad zur Hand war, ein Mäntelchen verpasst.

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Viel besser so!

xo xo xo

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Glücksbüdel

Fundstücke, Glücksfunde

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Stoff – ein Fundstück neulich bei der Quiltinale in Osnabrück

Henkel – lag ewig in meinem Kurzwarenfundus

Randstoff – ein Rest von einem selbstgenähten Rock

Futter – war mal ein langer Rock

die Perlen, Pilze, Punkte – wie sie halt so in Schachteln herumkullern

Knopf – antik. Und wohl das älteste in dieser Komposition und hat am meisten zu erzählen…

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Hufeisen, Glücksklee, Glückspilz: eine Glückstasche, ein Beutel voll Glück?
Kann man doch immer gut gebrauchen!

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Es gab mal eine Zeit, da bekam man von überall Baumwolltaschen dazu – zum Einkauf, als Werbegeschenk, von Verein, Firma, Institution …

Diese saupraktischen Baumwolltaschen waren für alles gut, und reisten munter von Haushalt zu Haushalt. So schnell, wie man drei geliehene Bücher in einer Tasche inklusive Tasche weggegeben hatte, bekam man eine andere wieder zurück. Wir hatten TÜV-Aufdruck, Schildkröten und steinhuder-meer.de, orange Streifen, Gummibärchen und schocking neongelb, Ka-De-We, Sanitätshaus und jede Menge beige Verwaschenes.

Sie ordnen Gepäck (hier die Hundesachen, da die Schwimmsachen), sie verstauen Saisonales (der Fleischwolf zum Keksebacken, der nur einmal im Jahr zum Advent gebraucht wird, klar, in dem Beutel mit Rentieraufdruck), sie sind klein zusammenzufalten und schnell zur Hand.

Wir hatten die Wildblume das Jahres Zweitausendirgendwas (Aha, dachte ich, wenn das mal in einem Quiz gefragt wird, weiß ich zuhause auf dem Sofa Bescheid!) aber sowohl die Tasche als auch der Name der Blume sind mir irgendwie abhanden gekommen.
Vermutlich kommt man ganz gut durchs Leben, wenn man sein Wissen aus der Lektüre von Baumwollbeuteln, Briefmarken und Rästelheften bezieht. Man müsste sich bloß alles merken.

Wo sind sie also alle hin, die Beutel? Irgendwann kamen nämlich kaum noch welche nach. Manchmal bekommt man zum Großeinkauf noch Synthetikvliestaschen dazu, die sich ganz komisch anfühlen. Da ich nun auch zu denen gehöre, die zum Einkaufen Körbe, Taschen und Baumwollbeutel mitnehmen, wurde es irgendwann eng.

Aber zeitgleich mit dieser diffus im Haus liegenden Frage „Wo sind eigentlich …“ hatte ich jetzt einen kleinen Frühjahrsputz im Nähstübchen. Mir fielen in die Hände: Ein Schnittmusterbuch von Amy Butler und ein Stapel BW-Stoffe, der 1. lag und verstaubte und 2. teilweise viel zu schöne Stoffe beinhaltete für liegen und verstauben. Außerdem musste der Stapel kleiner, damit er ins Regal passt. Also!

Ab jetzt trage ich ein paar dieser Stoffe spazieren: Als doppellagige Baumwollbeutel mit Lederschnürchen!

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Tratsch im Treppenhaus …

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… surprise

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Hier sind also wieder welche!

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puzzle, parts & pieces

Nach dem Mini-Puzzle-Spaß mit 1″-Quadrätchen kam der Maxi-Puzzle-Spaß mit der Originalgröße von 6″. Die 12 x 16 Quadrate des Quilts sind in farblich in sich geschlossene Partien von je 4 x 4 aufgeteilt.
After tiny pieces now the 6″ pieces. The 12 x 16 squares of the quilt are divided into sections of 4 x 4, each of it self-contained in color and design.

Ich glaube nicht, dass ich Lust gehabt hätte, Schlangen von je 12 Quadraten zu nähen, und diese, Ecke auf Ecke auf Ecke auf Ecke gepiekt, Reihe für Reihe für Reihe aneinander zu nähen. – So fügt sich wieder mal alles erfreulich zum großen Ganzen, buchstäblich.
I don’t think I would have had fun sewing chains of 12 squares, pinning them, edge on edge on edge, sewing row on row on row together. – So this 4×4 squares suit just fine.

Also, Partien von 4 x 4. Zwölf Stück. Wieder zum Puzzeln. Zwölf Puzzleteile. Das sind, berücksichtigt man die Möglichkeit, dass jedes Teil in vier Variationen gedreht werden kann (Norden Osten Süden Westen): Übern Daumen acht Trillionen Möglichkeiten.
So, 4×4 squares. Twelve of it. Puzzle fun again! Twelve puzzle pieces. That is round about, counting the possibility that each piece can be turned in four directions: eight quintillion possibilities. Roughly.

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Und diese ist die schönste!
And this is the most beautiful!


 

 

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Man nehme . . .

. . . einen Leinenstoff (hier die große Schwester von der kleinen Polka Dots), einen Motivstoff nach Wahl, ein bisschen dies, ein bisschen das, und fertig ist die Laube!

Take some linen fabric (here the big sister of little Polka Dots), a fancy print, a little bit of this, a little bit of that, and done!

Im Bündchen ist hinten Gummi eingezogen, vorne ein rudimentär einfacher Verschluss mit Falte, Knopf und Kordel-Öse.
The waistband is made with elasticband (just on the back) and in the front very easy with a fold, buttons and a loop made of drawstring to close.

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Made for spring days and frolicking wind.

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Gut, dass ich für den aktuellen Quilt die Nähmaschine wieder vorgeholt habe! Man kann soviel Spaß damit haben.

 

 

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Quilt?

Ganz im Sinne einer stetigen Projektdurchmischung (häkeln stricken nähen & sonstiges gleichzeitig) heute: Quadrate.
Like so many other girls I like crochet knitting sewing quilting & more all at the same time. So today it is: Squares!

Was auf den ersten Blick schon nach Quilt aussieht, ist erst der Entwurf für diese Schmusedecke. Jedes Quadrat in 6-Inch-Originalgröße bekam noch ein kleines 1-Inch-Quadrat als Begleitung – nur für Entwurfszwecke!
What may look like a quilt on first glance, is just a sketch for this cozy project. Each 6″-square is accompanied by a 1″-square, just to arrange them before sewing.

Vor ein paar Tagen hatte ich nun alle 16 x 12 = ganz schön viele Quadrate fertig zugeschnitten. Hauptsächlich, weil mir die Stoffberge auf meinem Arbeitstisch die freie Sicht genommen haben, und ich sie einfach mal wieder ins Regal geräumt haben wollte.
Some days ago I finished cutting all 16 x 12= quite a lot of squares. Mainly because I wanted the piles of fabric to disappear from my work table.

Dann kam der spaßige Teil mit dem Puzzeln der Inchies! Auf einer weißen Vliesdecke haften sie gut und man kann nach Belieben hin und her tauschen (Katzenbesitzer aufgepasst: Lässt man die ganze Entwurfs-Pracht liegen, dann macht die Katze ein Nickerchen darauf, nimmt beim Aufstehen ein Dutzend Inchies mit und verschiebt zwei Dutzend Inchies an neue Positionen).
Then the fun began: Puzzeling the inchies! (Cat lovers, beware: Your cat will take the opportunity to have a nap on the puzzle and take away dozends of inchies when getting up!)

1 Inch Quadrate

6 Inch Quadrate

Umgeordnete 6 Inch Quadrate – weil Originalgröße doch immer noch anders aussieht. Die ersten 4 x 4 können also aneinander genäht (und gebügelt) werden.
6″-Squares rearranged – because original size does look different than one inch size. The first 4 x 4 can be sewn together (well, and pressed . . .)

Was für ein Puzzlespaß!

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Wie neulich angedeutet, habe ich ein Mosaik gelieselt. Es wird ein Wandbild – nur ein wenig Geduld, ich zeige es gleich . . .  – jedenfalls ist die gelieselte Fläche ca. 23 cm hoch und 84 cm breit. Üblicherweise appliziert man abschließend die gelieselte Fläche auf Randstreifen. Entweder unauffällig mit Quiltgarn, mit kleinen fast unsichtbaren Stichen, oder beherzt sichtbar mit Zierstich und Stickgarn.
Für dieses Wandbild wollte ich aber eine komplette, eingebettete Patchworkfläche. Es mag nur ein ganz kleiner Unterschied sein, aber so ist es nun mal. Also probierte ich das Ansetzen des Randes im Lieselstil, also mit Überwendlingsstich. Ich bin so glücklich mit dem Ergebnis!

As I hinted lately, I started a little Liesel-mosaic. Just a little more patience . . . – I’ll show it in a second! It will be a picture to hang up. The size of the lieseled (pieced) part is about 23 cm high and 84 cm wide. Usually you add a border by appliqué, be it almost invisible with tiny stitches and quiltgarn or obvious with colored embroidery cotton and decorative stitches.
This time I wanted to be the pieced part embedded with the border, for a whole pieced look. Maybe a very small difference. But that was the idea! So I tried adding a border in liesel-style, by using the whipstitch. And it worked nicely, I am totally happy with the outcome!

Zum Verdeutlichen und vielleicht als Anleitung für diejenigen von euch, die es probieren wollen, hier das Vorgehen in Text und Bild:
To show it and give some hints for those of you who want to try, some pictures and words about it:

Als erstes werden die Randteile zugeschnitten (Nahtzugabe beachten, ca. 1 cm rund um jedes Teil) und angeordnet.
Cutting out the border pieces (seam allowance ca. 1 cm all around) and arranging it.

[Ich wollte das Foto erst ausschneiden, aber ich gebe es zu: Ja. Ich habe eine Eisdiele unter meinem Nähtisch.]
Jetzt ist der Rand komplett. Natürlich ginge auch: vier Kanten, vier Streifen. Hier sind die Streifen selber nochmal gepatcht.
[I wanted to cut out this picture first, but I do admit: Yes. There is an ice cream parlor beneath my sewing desk.]
Complete border. Of course you could choose four stripes for four edges. But here the stripes are also pieced.

Bevor diese kurzen Kanten aneinandergefügt werden, wird die Nahtzugabe umgeklappt.
Before sewing the short edges you pin up the seam allowance
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Rechts auf rechts festgesteckt.
Right sides together, pinned up.

Mit Überwendlingsstich aneinandernähen.
Dies ist wie Lieseln ohne Papier. Man näht knapp an der Kante entlang und sollte wirklich nur je ein oder zwei Gewebefädchen des Stoffes erwischen. Wie immer: Ausprobieren, üben – und klappt wunderbar!
Joining with whipstitch.
It is like lieseling without paper pieces. Just sew tight to the edge and make sure to just fetch one or two threads of the fabric. As always: Try it, practice it – and everything works like a charm!

Fertig! Linke Seite . . .
Finished! Wrong side . . .

. . .  und rechte Seite. Auf diese Art werden die Randstreifen vorbereitet.
. . . and right side. This way you prepare the four border stripes.

Bei dieser Streifenlänge von ca. 30 cm habe ich die Nahtzugabe auch noch vorab umgesteckt. Aber je länger ein Streifen wird, umso unnötiger wird das vorherige Stecken der Nahtzugabe . . .
The seam allowance of the stripe with about 30 cm length is also pinned up first. But the longer the stripe, the more needless to pin the seam allowance . . .

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. . . denn so (Bilder 1-3) ist es dann viel einfacher: Geliesel und Randstreifen werden rechts auf rechts gelegt, sodass die Nahtzugabe vom Rand übersteht. Damit die Längen übereinstimmen, kann man an dieser Stelle einige Punkte (Anfang, Ende, Mitte . . .) mit Stecknadeln fixieren. Dann wird Stück für Stück die NZG eingeklappt und festgesteckt.
Anschließend wird der ganze Rand mit Überwendlingsstich angenäht. Fertig!
. . . because this way (pictures 1 – 3) it is easier: patchwork and border right sides together, seam allowance protruding. You could fix it with pins to make sure the length of both pieces is according. Bit by bit the seam allowance is folded and pinned.
Sew the whole border with whipstitch – done!

Noch ein paar allgemeine Überlegungen zu . . .
Bügeln: Ich würde die Nahtzugaben nicht vorab umbügeln. Erstmal ist es nicht ohne, über lange Strecken eine gleichmäßige schmale Kante sauber umzuklappen und zu bügeln. Und die scharfe Kante wäre vielleicht auch gar nicht hilfreich. Ohne Bügeln findet die Nähnadel automatisch immer die richige Stelle, aber mit einer Bügelkante müsste man eben immer den genauen Bügelknick treffen. Mein Fazit: Bügel ist an dieser Stelle unnötig, und Lieseln ist ja eh unplugged!

große Quilts: Es wäre sicher einen Versuch wert, diese Technik auf einen großen Quilt anzuwenden. Dann muss man nur wirklich sichergehen, dass die Längen von Gelieselrand und Randstreifen übereinstimmen, damit es keinenn ungewollten Faltenwurf gibt. Gilt ja auch fürs Applizieren auf einen Randstreifen . . . Ich habe es jedenfalls noch nicht ausprobiert!

Schablonen: Wie man sehen konnte, habe ich die Schablonen vom gelieselten Teil vorab entfernt. Das hatte keinen weiteren Grund als denn, dass ich jeden fertigen Block einfach weich und papierfrei haben wollte! Üblicherweise lässt man ja am Rand die Schablonen noch drin, solange man weiterlieselt. Andererseits drücken die Papierschablonen den Stoff ja etwas auseinander (deshalb wirkt ein Rand einer Lieselfläche in Arbeit etwas wellig), d.h. man könnte sich dann beim Abmessen des Randstreifens täuschen. Also: Die Schablonen müssen entfernt werden, bevor man den Randstreifen auf die oben gezeigt Art annäht.

Some thoughts about . . .
ironing: I think you don’t have to iron the seam allowance first. It could even be obstructive, because then you had to find the sharp crease while sewing. And it is not so easy to press a long seam allowance of a long border (at least, I don’t like it . . .)
Anyway: Lieseling is unplugged, right?

large quilts: Could be worth a try to add a border this way to a whole quilt. You just have to make sure to fit the length of top and border exactely.

paper pieces: You could see that I removed the paper pieces of the whole middle part. It was just because I wanted to have the whole smooth textile touch of it. But anyway, you must remove them before adding the border to find the matching length of the stripe and achieve a flat surface!

So, genug der technischen Worte! Jetzt zeig ich mal das gute Stück! Es hat mir viel Spaß gemacht und ich liebe das Ergebnis, auch wenn es erst noch nur ein ungequiltetes Top ist!
Enough talk! Now I’ll show the whole mosaic. It was so much fun puzzling the pieces and I love the outcome, even if it is still an unquilted top!

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