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Archive for the ‘Quilt’ Category

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Manchmal muss es ganz irdisch sein. Geerdet wie ein Kartoffelfeld.

Eigentlich wollte ich nur eine einzige Sechseckrosette aus sieben Teilen nähen; es begann alles mit der Idee für einen Liesel-Workshop und der Frage, was absolute Lieselneulinge wohl an einem launigen Abend so gelieselt bekommen – eine Sechseckrosette, in handlicher Eineinviertelinchgröße, klar! Also lieselte ich ein Anschauungsobjekt, applizierte es eher praktisch als schön auf eine Leinenserviette und war ganz zufrieden. Ein farbiger kleiner Tupfer in einem langen, bewegten Tag. Ich war rechtschaffen müde und schlief tief, fest und traumlos, um am nächsten Morgen mit der Erkenntnis aufzuwachen: Ich! Muss! Sechsecken! Nähen! Je mehr je besser, am liebsten ein zwei mal zwei Meter großer Quilt, ein Flickenquilt real wie Haselnüsse und Hefekuchen mit Rosinen. Wenn so eine Idee erstmal da ist, ins Rollen kommt und Fahrt aufnimmt, sollte es kein Halten geben. Ich schnitt stapelweise Stoffreste zu Hexagons, während mir die Staubmäuse possierlich um die Puschen tollten. Heften, anordnen, lieseln… Irgendwann zwischendurch knipste ich nochmal für drei bis vier Sekunden den Verstand ein und machte einen „Entwurf“,  das heißt, ich beschloss mal eben, die Teile nicht zu wahrlos, sondern in Doppelrosetten anzuordnen.

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sechs9Einzelne Hexies sind bewusst aus dem Fadenlauf gedreht – teils wegen der Musterung,
teils, weil es den Flickenquiltcharakter unterstreicht.
sechs41 1/4″ (ca 3,2 cm Kantenlänge)

sechs8Was für ein Farbglück! Die Muster, die Stoffe, die Farbverläufe, das Garn! (Diese sehr unpassende Erkältung in den ersten herbstkalten Tagen tat ein übriges, so doof wie sie war, aber immerhin war es möglich, auf dem Sofa Sechsecken zu nähen) Wenn man dann noch zwischendurch, bei Nähtreffen, anstatt fernzusehen und nochmal zwischendurch näht und näht und näht, dann blühen die Rosetten schneller auf als man „Hexadezimalsystem“ sagen kann.

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Manchmal darf es ganz einfach sein.
Manchmal darf man getrost ganz kleine Brötchen backen.

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Liebe Lieselfreundinnen,

es ist soweit: hier ist der erste Einblick in das neue Lieselbuch!

Zauberhafte Lieseleien

Es hat das nähkörbchenfreundliche Format von 18 x 18 cm und stolze 200 Seiten.

Es ist proppvoll mit Projekten und Variationen, Farbe und Form.

Und es ist schon bald lieferbar! Yay!

Look inside …

zauberli7wunderschöne Projekte…

zauberli5… Fotos …

zauberli6… fantasievolle Gestaltungstipps und Variationen, Ideen und Tricks … …

zauberli2… und mehr Projekte …

zauberli4… zauberhaft und nützlich …

zauberli3… und immer i-Tüpfelchen (in die ich ganz verliebt bin )

Dieses Lieselbuch beinhaltet „fünfzehn und mehr“ ganz unterschiedliche Projekte. Die meisten sind handlich und übersichtlich. Statt eines großen Quilts kann man dann zum Beispiel im Handumdrehen eine unwiderstehliche Matrjoschka nähen (Anleitung in drei Größen). Das macht so viel Spaß, dass sich zu der Matrjoschka (und ihrem Kind und Kindeskind) noch schätzungsweise 27 weitere gesellen werden, weil sie sooo schön sind und man kein Ende findet beim Lieseln.

Es könnte sein, dass ich etwas überschnappe vor Begeisterung. Aber ich bin so froh, dass ich all die Projekte und Seiten endlich mit euch teilen darf!

Das Lieseln („Liesels Sechsecken-Technik“) ist von Grund auf anfängerfreundlich erklärt und mit weiterführenden Tricks gewürzt (z.B. Heften von Schablone mit Rundung). Es wird rundherum nützlich aus dem Nähkästchen geplaudert.

Das Buch „Zauberhafte Lieseleien“ (24,80€) ist ab sofort im Lieselshop vorbestellbar (oder per Mail an mich, oder wer möchte, kann in einem Kommentar Interesse signalisieren). Und als Schmankerl für jede vorbestellende zauberhafte Lieselfreundin wird es am Erscheinungstag (d.h. sehrschnellstmöglich ab Verlag) portofrei mit einem kleinen Extra zugeschickt. Ich wünsche euch sehr viel Spaß damit!

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Hier flattert ja noch die Blumenelfe herum! Was letztes Jahr eine Aktion ausschließlich für Mitglieder der Patchworkgilde war, darf inzwischen allen Lieselfreundinnen zugänglich sein. Es ist die Anleitung für einen Miniquilt von 30 x 34 cm, ein kleines Geliesel zwischendurch.

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Hier noch das Kleingedruckte: Der Entwurf ist von mir (© Hilde Klatt) und ich stelle ihn Euch kostenlos als pdf-Datei zur Verfügung. Er ist ausschließlich für private Verwendung.

Ich würde  mich sehr freuen,
wenn Ihr Eure fertige Blumenelfe zeigt!
Viel Spaß damit!

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Oktober

Es ist Oktober, die Sonne lacht golden und versorgt uns mir Äpfeln und Birnen und anderen herbstlichen Köstlichkeiten. Immer wieder schnappe ich auf, dass jemand sagt „der Herbst ist meine liebste Jahreszeit“, was ja im ersten Moment verwundert, denn es scheint soviel leichter, die hellere Jahreszeit zu mögen. Aber wenn ich so in mich hineinhorche, scheint mir der Herbst auch sehr zu liegen. All die leckeren saftigen Früchte und Farben und Kürbisse und Aromen, und wenn die Sonne scheint, freut man sich wirklich, weil es nicht selbstverständlich ist. Und wenn es dann frisch und frostig wird, darf man sich in Wolliges und Wärmendes kuscheln und Lichter anzünden, Kerzen und Ofen. Die dunklere Jahreshälfte, in die wir jetzt einsteigen, lädt ein zum Werkeln. Strickkörbe und Nähprojektkisten stehen kniehoch, sodass man buchstäblich von einem textilen Schmankerl zum nächsten stolpert. Und wir können uns Zeit dafür nehmen und das Nest auspolstern, sozusagen, in dem wir jetzt mehr häusliche Zeit verbringen, dürfen Lampenschirme behäkeln, 99 Sofakissen nähen, Teeuntersetzer filzen oder Strümpfe für den Hund, da ist nichts sicher vor uns kreativem Völkchen.

Für Mitglieder der Patchwork-Gilde gibt es jeden Monat ein Miniquiltchen zum Nacharbeiten. Wer also zum Einstieg in die Handarbeitszeit eine kleine Fingeraufwärmübung braucht (oder sowieso von Neujahr bis Sylvester keine Pause macht und immer neues Nähfutter sucht), findet seit heute auf der Webseite der Gilde im Mitgliederbereich ein handgenähtes Quiltchen samt Anleitung von mir. Es war eine große Freude, bei der Aktion mitmachen zu dürfen! Und vielleicht war es kein Zufall, dass ich den Oktober füllen durfte. Danke an die Gilde für diese schönen Miniquiltprojekte!

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Blumenelfe von Hilde Klatt

Noch ist die Anleitung den Gildemitgliedern vorbehalten,
aber nächstes Jahr wird sie dann hier für alle freigeben.

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Neumond (rising)

Gestern war Neumond. Neumond ist so etwas wie die leere Leinwand, das weiße Blatt Papier. Gut, um mit Dingen abzuschließen oder neues zu beginnen. Und so hat es mich gestern morgen gepackt: Die vage über mir schwebende Idee für einen neuen Quilt war plötzlich ausgereift, und es gab kein Halten mehr.

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aus: „Country Quilts“ von Linda Seward

Inspiration kam aus dem Buch „Country Quilts“. Der seitlich, klein und eher nebensächlich abgebildete Quilt hat es mir auf Anhieb angetan. In der Bildunterschrift wird das Muster Half Moon Rising genannt, Aufgehender Halbmond. Wenn das kein Zufall ist. Und so fühlte ich mich mit dem Neumond im Hintergrund perfekt eingebettet in den Lauf des Mondes, und auch wenn es, jaja, immer viele andere Dinge zu tun gibt – ich habe Stoffe zusammengestellt, geschnitten, gedreht, gewendet wie eine Traumwandlerin (oder so).

Warum auch nicht – sogar Ozeane tanzen im Mondtakt der Gezeiten!

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Eine Art Vliesdecke als Pinnwand – die Stoffe haften ganz gut, außer es gibt Durchzug.

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Und so sind die Fotos zwischendurch auch eine Sicherungskopie, falls der Septemberwind unvermittelt auffrischen würde. Bei zwei offenen Fenstern in einem Zimmer kann man das durchaus merken.

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Zwischenstand, quasi die Mondsichel – der Quilt wird noch weiter wachsen (zunehmen?).

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Wie schön, dass die ein oder andere Eule sich hier niedergelassen hat.
Es scheint ihnen zu gefallen. Ich hab gerade nachgesehen. Sie sitzen immer noch da…

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Vor ein paar Tagen hab ich endlich die letzten Stiche eines gelieselten Tops genäht, die letzten Fäden vernäht und die letzten Papierschablonen vom Rand entfernt. Ein gutes  Gefühl! Dann kam das spannende Anprobieren diverser Randstreifen. Wie unterschiedlich der ganze Quilt, die ganze Fläche wirkt, wenn man unterschiedliche Stoffe an das Top hält! Einige fand ich umwerfend, und so passend zum Thema. Irgendwann pinnte ich einen großgemusterten Amy Butler Stoff an die Seite und fand es einfach nur schön. Ich kramte meine Schneidematte unterm Sofa vor (ja!) und fing an, Streifen zu schneiden. Irgendwann fiel mir dabei auf: So richtig amtlich entschieden hab ich das jetzt ja überhaupt nicht, dass das der Randstoff wird. Das Bauchgefühl jubelte und schrie rüber zum Verstand: „Gewonnen!“

Der Rand sitzt, das Top ist fertig, so ganz fertig, und alles von Hand zusammengenäht. Auch die Teile der Randstreifen, die in der Länge nicht reichten, habe ich nach dieser Technik aneinander gefügt. Es liegt so viel in einer handgenähten Naht! Es mag technisch beides auf das Zusammensetzen von zwei Stoffstücken hinauslaufen, aber es fühlt sich so unterschiedlich an, ob etwas von Hand oder mit der Nähmaschine genäht ist. Kann man gar nicht beschreiben, weil es wohl wieder etwas ist, was man nicht mit dem Verstand greift. Es fühlt sich halt anders an.

Und heute ging es dann an das Zusammenstellen der Rückseite. Sie besteht nur aus zwei Teilen, hat nur eine lange Naht in der Mitte. Hätte ich eben mit der Nähmaschine rübersausen können, sie steht hier praktisch zur Hand. Mit einem wusch! könnte ich sie unter ihrem Staubschutztuch hervorzaubern wie der Magier das Kaninchen, aber nein. Der Gedanke, dass an diesem handgenähten Quilt eine Nähmaschinennaht wäre, ging mir quer runter. Der Verstand flüsterte, „ach komm schon, dann ist es im Handumdrehen erledigt, dann bleibt Zeit für ein Tässchen Kaffee…“ – aber wenn ich einen handgenähten Quilt möchte, dann näh ich einen Quilt von Hand, und zwar ganz. In aller Ruhe fädelte ich das Perlgarn ein und mein Bauch schnurrte wie ein Kätzchen.

Übrigens wählte ich für die Naht zwischen zwei orangen Stoffbahnen grünes Garn. Intuitiv, ein kleines bisschen rebellisch, und weil es zur Vorderseite passt. Ach ja, die Vorderseite… Ihr Lieben, die wird 2014 veröffentlicht und auch wenn ich fast platze, ich darf sie noch nicht zeigen!

Zum Trost gibt es ein technisches Detail: Da ich die Quiltrückseite ja erstmal deutlich größer mache als das Top (später nach dem Heften der drei Lagen wird dann der Rand getrimmt), musste ich mir etwas einfallen lassen, wie ich später die hübsch handgenähte Naht nicht durchtrenne, wenn ich die Rückseite in der Größe anpasse: Man lässt einfach am Anfang und am Ende ein Fadenende überstehen, das man später ein paar Stiche zurückziehen kann, ganz nach Bedarf, um dann nachträglich zu vernähen, wenn die Kante entsprechend zurückgeschnitten ist. Klar soweit?

[Und natürlich ist meine Nähmaschine ein echter Schatz, natürlich liebe ich es, Kleidung oder Qudratquilts mit ihr zu nähen, aber das kann man halt nicht vergleichen!]
 
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 Der Stoff liegt doppelt, die Nahtlinie ist mit Bleistift vorgezeichnet und die Nahtzugabe ist so breit, weil ich erst nachträglich die Webkante wegschneiden wollte /weggeschnitten habe.

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Und das rebellische Grün sieht man nicht mal mehr in der fertigen Naht von der rechten Seite.
Aber egal: Ich weiß, dass es da ist!

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endlich, ein Quilt

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In den Achtzigern oder so wusste jeder, dass man auf Reisen notwenigerweise ein Handtuch dabei haben muss (was nach Lektüre vom Anhalter durch die Galaxis nicht nur zum Abtrocknen, sondern für ALLES unentbehrlich war). So sehr ich die Nützlichkeit von Handtüchern schätze, finde ich doch inzwischen einen Quilt auf Reisen noch komfortabler. Alternativ geht natürlich auch eine Häkeldecke, die kann man sogar wie ein Schaltuch um die Schultern legen. Und sieht dann sogar besser aus als ein altes verwaschenes Snoopyhandtuch als Stola. Wie dem auch sei, zu Ferienbeginn, als ich eigentlich Koffer packen und Hundefutter auf Vorrat kaufen und den Kühlschrank hätte leerräumen müssen, saß ich da und quiltete mit Perlgarn und fliegenden Nadeln, um den Tochterquilt noch vor Abfahrt in die Alpen fertig zu bekommen. Und irgendwie ging dann alles – Quilt fertig, Tochter glücklich, Wohnung adrett, und der Hund wurde auch satt.

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Dieser Quilt, dessen Puzzleteilchen-Anfänge hier und hier zu finden sind, ist also schon halb durch Europa gereist, ist Zudecke in warmen Sommernächten und Reisebegleiter. Er war mit bei Omi und beim Zelten (Das waren ZWEI Gelegenheiten, denn normalerweise kommen die Worte „Omi“ und „zelten“ nicht in einem Satz vor. Und da bin ich, nebenbei gesagt, ganz die Tochter meiner Mutter.)

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Die Kuscheldecke ist jedenfalls ganz bei der glücklichen Besitzerin angekommen und angenommen. Uff. Auftrag erfolgreich ausgeführt!

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Zum Glück ist das Sommerwetter 2013 herrlich zum Herumschlören farbenfroher Scrapquilts.
Tags und Nachts,
drinnen und draußen,
hier und da.

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