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Posts Tagged ‘Perlmuster’

Und dann war da noch …

… der Perlmusterschal!

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Er hat mich kuschelig warm durch den Winter gebracht. Das Musterrezept ist denkbar einfach:

gewünschte Maschenzahl aufnehmen
Perlmuster stricken (rechts – links – rechts – links – …. und in der nächsten Reihe linke und rechte Maschen versetzt, wie die schwarzen und weißen Felder auf einem Schachbrett)
stricken, bis das Knäul leer ist, dann die nächste Farbe beginnen (oder Streifen oder Felder mit konstanter Reihenzahl stricken)

Strickbar sehr nett überall, jederzeit und zu allen Gelegenheiten.

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Mein Perlmusterschal besteht aus vier Strängen Malabrigo Sock Garn.
128 Maschen in der Breite
202 Reihen pro Farbfeld
(völlig irre 103.424 Maschen insgesamt, aber das will besser keiner wissen)

Abketteln und feddisch.

Im Gebrauch längt sich dieser Schal. Eigentlich hatte ich mir ein breiteres Schaltuch erhofft. Trotzdem passt er für alle Lebenslagen. Wenn es kalt ist, kann man ihn mehrmals um den Hals schlingen. Bei Nieselregen hilft eine Lage Perlmusterschal hinten wie eine Kapuze hochgezogen, die perfekte Frisur in Form und trocken zu halten. Auf dem Sofa kann man ihn locker über den Schultern ausbreiten, für eine zusätzliche leichte wohlige Wärmeschicht. Auf Reisen kann er als geschmeidiges Tuch Rumpf und Knie wärmen wie eine handliche Decke. Passt in jede Tasche, jeden Korb.

Sehr empfehlenswert!

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Es blieben kleine Garnreste übrig. Es blieben über die Jahre schon einige kleinere und größere Garnreste übrig. Und die wurden jetzt auch noch in einem wolligen Strickrausch verstrickt – hier ein kleiner Einblick ins Körbchen…

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Fortschritt (und Bügeln)

Mein Perlmusterschal wächst und gedeiht. Das ist das Schöne an diesen genial-einfachen Mustern, die man eben schnell zur Hand nehmen kann, und sei es nur eben mal zwischendurch für drei oder vier Reihen. Das ist Stricken ohne jeden Zeitaufwand. Zum Ordnen und Erden und für Klarheit über den nächsten Schritt im Tagwerk liegt mir der Gedanke „Ich strick mal kurz einzwei Reihen“ sehr viel näher als „Ich bügel mal eben einzwei Ärmel“.

Und so wächst nicht nur der Schal, sondern auch die Bügelwäsche. Und mit der hat es eine besondere Bewandtnis, wie mir neulich klar wurde: Der Bügelwäscheberg ist immer da.

Entweder ist er da, weil man nicht bügelt.
Oder er ist da, weil man wie Sisyphos bügelt, die Sachen in den Schrank hängt, wo sie umgehend herausgenommen-getragen-gewaschen-getrocknet werden und sich wieder auf dem Bügelberg materialisieren. Da kann man gar nicht gewinnen. Schon der Anblick unbezwingbarer Gipfel alpinen Faltenwurfs knittriger Baumwolle lässt die Kräfte schwinden.

Puh. Allein der Gedanke … Ich strick jetzt erstmal einzwei Reihen. Zur Erholung…

moon9Viertelkreise zum Applizieren vorbereiten

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die dritte von vier Farben

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Melone und Blaubeere

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bei 1000en von Maschen ist ein Farbwechsel ein echtes Highlight

perl5Schon über die Hälfte – das Strickwerk fühlt sich wunderbar an, ich freue mich schon auf den Schal!

So, und nun doch noch ein paar beruhigende Worte: Die Sonne lacht, da sieht die Welt mit all ihren Gebirgen doch gleich viel schöner aus. Es gibt nämlich ein paar clevere Ideen für entspanntes Bügeln:

1) Kleidungsstücke, die gebügelt werden müssen, gleich aus der Waschmaschine heraus auf Kleiderbügeln aufhängen. Mit ein paar wenigen Bügelstrichen sind sie dann blitzeglatt.
2) Nichts unnötiges bügeln: T-Shirts zum Unterziehen und ähnliches, kann einfach in den Schrank…
3) Die heimelige Seite des Bügelns schätzen: Die Hüterin des Herdfeuers nimmt Kohlen aus selbigem, füllt sie ins Eisen (sozusagen, Ihr wisst schon…) und plättet die Wäsche mit süßem Wäscheduft.
4) Das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden: Nach der Bügelwäsche werden Teilchen für Patchwork und sonstige Nähereien gebügelt.

Und schon ist es ganz einfach, (Bügel-)berge zu versetzen…

PS: Je eine wunderschöne verfilzt und zugenäht Zeitschrift geht an Rita und Daniela! Viel Spaß damit!
xxxx

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Maschenprobe

Auf einzwei kleinen Umwegen bekam ich überraschend Gelegenheit, mir Malabrigo Garn zu kaufen, feines Merino made in Peru. Obwohl ich eigentlich die dickere „worsted“ Qualität für einen Winterkuschelschal wollte (und nicht fand),  konnte ich nicht umhin, mir stattdessen Malabrigo Sock Garn mitzunehmen. (Wie könnte man ein Wollgeschäft auch ohne Einkaufstüte verlassen?) In letzter Zeit begegnet mir außerdem immer wieder das Perlmuster, oder Seed Stitch, bei dem abwechselnd eine rechte und eine linke Masche gestrickt werden, und in der nächsten Reihe wieder eine rechte und eine linke, aber versetzt, so wie die Felder eines Schachbretts. Und so saß ich am Wochenende spontan mit Nadelstärke 2,75 statt 5,0 und mit Sockenwolle statt dickem Garn da und strickte Perlmuster, dass es nur so eine Freude war.

Um die Maschenprobe hab ich mich gedrückt brauchte ich mir ja keine Gedanken machen, weil es bei einem Schaltuch auf ein paar Zentimeter mehr oder weniger nicht ankommt. Geplant sind vier Quadrate von ca. 60 x 60 cm in vier Farben hintereinander weg. Da schien es so passend, 128 Maschen anzuschlagen. 2 x 2 x 2 x 2 x 2 x 2 x 2 sind 128, das ist perfekt für 4 (2 x 2) Quadrate. Maschenzahlen, wenn sie nicht durch Musterungen oder exakte Passform unverrückbar vorgegeben sind, können so magisch und wichtig sein wie Farbe und Material.

Inzwischen ist das Strickwerk so weit gediehen, dass ich messen kann: Meine 128 Maschen ergeben eine Breite von 52 cm, was definitiv breit und kuschelig genug ist, und um 52 cm Länge zu erreichen, brauche ich 228 Reihen. Das sind also 128 x 228 = ganz schön viele Maschen pro Quadrat. Ganz schön viel Strickfreude.

Eine Beobachtung, so offensichtlich wie überraschend (wenn man nicht vorher darüber nachdenkt) zeigte sich: Das stranggefärbte Garn ist ja ein Fest der Farbe. So wunderschön sattes Grün in dicken Strähnen, über Maigrün und Zinn über Lavendel und Zwischentöne zu Kupfer. Wenn das dann noch kunstvoll zu einem präsentabel ladenfertigen Zopf geschlungen ist, sieht es einfach nur köstlich aus. Was für ein Farbverlauf! Der würde sich im Schal ja wunderbar machen.  Aber natürlich ist der Witz bei stranggefärbtem Garn, dass der Faden in jeder Runde den kompletten Farbverlauf mitmacht, dass er alle 10 cm die Farbe wechselt und dass es natürlich im Strickwerk eine Farbmischung und kein langsamer Farbverlauf ist. Diese offensichtliche Erkenntnis kommt dann spätestens beim Umspulen vom Strang zum Knäuel. Und im Perlmuster ist es ein zauberhafter Melangeeffekt, es erinnert mich an das schimmernde Gefieder von Staren. Die Garnfarbe heißt übrigens Primavera – wie passend, wenn man dabei an einen Frühsommervogel denkt!

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Primavera und Spätsommersonnenhut

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… und Rosaschimmer von Hortensien

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Perlmusterperlen, und Grüße an die südwärts ziehenden Stare und ihr hübsches Gefieder

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