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Posts Tagged ‘Mütze’

Sechseckkissen „Aprilwetter“

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Huch, schon April! Zeit, meinen immerwährenden Lieblingskalender umzublättern. Letztes Jahr um diese Zeit sagte ich der Patchworkgilde spontan zu, dass ich für Mitglieder der Gilde eine Kissenanleitung für die Monatsaktion 2016 spendiere, für den April. „Aprilwetter“, eine Mischung aus schäg und klassisch und Limonengrün. Auf der Rückseite hat es übrigens Kunststoffdruckknöpfe. Der Beutel mit den bunten Knöpfen samt Zange ist mindestens ein so tolles Spielzeug wie der Wollewickler. Warum noch irgendetwas nähen, wenn man es  – zack! Knopf mit Zange in den Stoff genietet – zuknöpfen kann. Vom Loch in der Hose über Kissenverschlüsse bis zum Ersatz für superunpraktisches Klettband.

Der April ist so inspirierend. (Okay – jeder Monat ist so inspirierened, aber am meisten doch immer der, der gerade ist. Tschacka.) Ein Seewind heult ums Haus, und das, obwohl wir nicht mal an der Küste wohnen; aber der stürmische Wind klingt genau so, nach See und Weite und Möwen und ziemlich frei. Es gibt Licht und Schatten und grelle Sonne und Wolken im schönsten Wechsel, mit Aufbruchstimmung Richtung Frühling. Wenn man rausgeht, um die Ostereier vom Apfelbaum zu nehmen, jedenfalls die, die noch nicht runtergeweht sind, frieren fast die Finger ab. Aber das macht ja nichts wenn man weiß, dass man es drinnen gleich wieder warm hat und es Kaffee und Haferkekse gibt.

Die Sache mit den Mützen hat dann übrigens doch noch geklappt. Für warme Ohren und gegen Sturmfrisur.

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Ich bin ja ein Riesenfan von cozythings. Wenn sie Waschlappen strickt und damit Farbe in die Küche bringt, möchte ich auch drei Dutzend geblümte Waschlappen häkeln (oder stricken). Und ich möchte Teetässchen mit einem gestreiften Baumwollstricklappen liebevoll spülen, während im Hintergrund der Teekessel schon wieder pfeift und die nächste Kanne Gewürztee auf Freunde und Kekse wartet. So cozy. Wenn sie Mützen strickt, will ich auch. Weil es sooo schön ist! Und weil eine Bommelmütze auch bloß eine Mütze mit Bommel ist, muss man nicht erst ein neues Modell entwerfen, ausarbeiten, stricken und in die Luft werfen. Man kann auch mal auf Bewährtes zurückgreifen, so wie auf die (ravelry)-Anleitung conversationalist. Und wenn dann auch noch der hiesige Handarbeitsladen schließt (heul!) und es Garne im Überfluss im Angebot gibt (was die Tränen für den Moment versiegen lässt), kann man innerhalb von sieben Sekunden losrennen, einen großen, großen Beutel Garn kaufen und Maschen für eine Bommelmütze anschlagen.

lanagatto1nuovo irlanda von lana gatto, in schönsten Farben

Hätte man sich vielleicht sogar noch ein paar Sekunden mehr Zeit gelassen, wäre ganz eventuell eine Maschenprobe drin gewesen, und nicht nur eine pi mal Daumen Kalkulation mit völlig überbewerteten schwankenden Faktoren wie Lauflänge, Nadelstärke oder Maschen pro Inch.

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Nennen wir es Maschenprobe. Jetzt weiß ich, dass gut zwei Drittel des Umfangs gereicht hätten. („Team-Hats“? Das bedeutet nicht, dass zwei Leute unter eine Mütze passen müssen.) Aber wie heißt es in der Anleitung? Strickt sich fast von selbst, und so, so einfach, dass man nebenbei ungebremst Konversation machen kann. Also! Auf ein neues.

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Und mit dem aufgeribbelten Garn hab ich gleich erstmal wieder Spaß mit dem Garnwickler. Tschacka! Bei soviel weniger Maschen muss die Mütze ja wirklich im Handumdrehen fertig sein. Und noch eine zweite und eine dritte, eh man mit haferkeksvollem Mund auch nur „Teekesselchen“ sagen kann.

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boshi family

Okay. Zugegeben. Es sieht ein wenig aus wie bei Zwergens zuhause. Aber ich kann versichern, dass an der Garderobe sonst immer Jacken und weder Kapuzenumhänge, Spitzhacken, Schaufeln, noch Gold und Edelsteine hängen. Aber Mützen!

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Myboshi ist zwar nicht die Erfindung der Mütze, macht aber riesig (Häkel-)spaß. Die Aufmachung von dem ganzen Label ist frisch und sportlich, und wenn sogar kleine und große Jungs anfangen, ihre coolen und stylishen Boshis (jap.: „Mütze“) zu häkeln, dann ist das einfach nur klasse. Ganze Schulklassen können mit selbstgehäkelten Mützen mehr anfangen als mit Topflappen *surprise!*

Wir hatten uns Buch und Garn als Sommerurlaubsprojekt mitgenommen, und so ist die Tochtermütze wenigstens zur Hälfte handmade by Girly. Dann wurde es kalt und regnerisch und „Mama, kannst du mal eben meine Mütze fertighäkeln“ und ich hatte sofort ein Einsehen, weil Mamas immer warme Kleidung befürworten und auch den verwegensten Abenteurern Wollhosen und belegte Brote einpacken möchten.

Unsere Mützen sind aus dickem Baumwollgarn, und sie halten Wind und  Wetter aus, ich hab es ausprobiert, als es im Galopp über die stürmische Nordsee ging, mit Regen und Wellen und Seeungeheuern zum Glück hat die Fährfahrt nur eine Stunde gedauert, solange war es sehr witzig und sehr gut auszuhalten.

boshi6nein, auf dieses Gefährt hab ich keinen Fuß gesetzt, es passt hier nur so gut…

10 Uhr 15: Das Schiff legt ab, die Mütze passt.
10 Uhr 30: Oben auf Deck – die Baumwolle hält.
10 Uhr 40: Sturm und Regen – die Ohren sind warm.
11 Uhr 15: Sicher im Hafen – die Boshi sitzt.

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Mr. Boshi

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Girly Boshi

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My Boshi!

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