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Archive for the ‘Lieseln’ Category

Aprilwetter

And I never buy umbrellas   Cause there’s always one around (Tom Waits)

Kinder, wie die Zeit vergeht! Jetzt ist draußen schon wieder Aprilwetter. Durchwachsen, einzelne Schneeflocken, nass, trocken, dies und das, aber im Haus laufe ich schon beharrlich barfuß. Draußen ist es ungemütlich. Dabei war es neulich schon so schön warm – als ich unter einer Weide langspazierte, summten über mir Bienenschwärme, und die alte Kiefer knisterte, weil in der Sonnenwärme die Zapfen aufsprangen. Und dann drehten sich kleine Kiefersamenpropeller in der sanften linden Brise auf ihrem Weg zur Erde, irgendwo.

Aprilwetter war 2016 auch der Name für einen netten kleinen Kissenentwurf für die Patchworkgilde. Schon ist ein Jahr um, und ich kann den Entwurf für alle Interessierten online stellen – Kissen gehen immer, besonders, wenn man sich dann und wann auf der Suche nach ein bisschen Frühjahrsnestwärme nochmal einkuschelt. Oder am Wochenende noch ein Weilchen im Bett sitzen und lesen oder stricken möchte. Hier ist das Aprilwetter-Kissen-pdf.

Enjoy!

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Novembersüße

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Novembernebel, Geheul und Wandel. – Vielleicht versüßt das November-Angebot in der Lieselei (zu jedem Lieselbuch 1x Papierschablonen nach Wahl gratis, zum reinen Buchpreis) der ein oder anderen Lieslerin die dunklen Abende, oder die einer lieben Freundin. Denn ich weiß ja, wie über den wundervollen November gejault werden kann, wenn Nacht und Nebel zu lang und zu dicht werden und etwas Farbe ins Leben muss.

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Ich mag den November. Ich weiß, das sag ich jedes Jahr. Und jedes Jahr bin ich wieder entzückt, wenn November ist. Mit dieser Meinung schwimme ich im Großen und Ganzen gegen den Strom. Und ja, es ist dunkel, es wird kalt, man nimmt Abschied von Jahr und Garten und fühlt all das Blühende und Wachsende durch die Finger gleiten, Moder, Moos und Pilze. Wird jemals wieder eine Blüte aus diesem tristen Boden treiben? Ja. Wird sie. Aber erstmal wird Platz gemacht. Und auch wenn der Spätherbst dunkel und grau ist, ist er doch das Negativ, die Vorbereitung für das unbeschriebene weiße Blatt, auf dem wieder alles möglich ist. Und weil die Sonne besonders golden ist, wenn sie denn mal golden scheint, im November, und ja, weil ich ein Novemberkind bin, habe ich das Gefühl, den liebenswerten November mit seinem Nebel und seinen in den Boden sinkenden Blättern ab und zu mal hochhalten zu müssen und zu sagen, seht her, er ist einer von Zwölf, nur mit ihm ist das Jahr vollständig! Fast hätte ich gesagt: Ihn ab und zu mal in den Arm nehmen zu müssen – das freut ihn natürlich auch, aber brauchen tut er das nicht, er ist nämlich stark und präsent und schafft das getrost ganz alleine.

Vielleicht freut sich aber der ein oder andere Mensch, wenn er denn (konkret oder im weitesten Sinne) ab und zu mal in den Arm genommen und gedrückt wird, wenn der Novembernebel gar zu grau ist. Und weil es vom tröstlichen Licht und nettem Austausch nicht weit bis zum geselligen Handarbeiten ist, mit Tee und Kerzen, Farben und weichem Material, können wir unser Nähkörbchen jetzt ruhigen Gewissens vorholen und in aller Weltenruhe farbige Werke schaffen, und uns selber bestätigen: Im Frühling wachsen die Blumen wieder. Aber erstmal zur Ruhe kommen…

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Manchmal muss es ganz irdisch sein. Geerdet wie ein Kartoffelfeld.

Eigentlich wollte ich nur eine einzige Sechseckrosette aus sieben Teilen nähen; es begann alles mit der Idee für einen Liesel-Workshop und der Frage, was absolute Lieselneulinge wohl an einem launigen Abend so gelieselt bekommen – eine Sechseckrosette, in handlicher Eineinviertelinchgröße, klar! Also lieselte ich ein Anschauungsobjekt, applizierte es eher praktisch als schön auf eine Leinenserviette und war ganz zufrieden. Ein farbiger kleiner Tupfer in einem langen, bewegten Tag. Ich war rechtschaffen müde und schlief tief, fest und traumlos, um am nächsten Morgen mit der Erkenntnis aufzuwachen: Ich! Muss! Sechsecken! Nähen! Je mehr je besser, am liebsten ein zwei mal zwei Meter großer Quilt, ein Flickenquilt real wie Haselnüsse und Hefekuchen mit Rosinen. Wenn so eine Idee erstmal da ist, ins Rollen kommt und Fahrt aufnimmt, sollte es kein Halten geben. Ich schnitt stapelweise Stoffreste zu Hexagons, während mir die Staubmäuse possierlich um die Puschen tollten. Heften, anordnen, lieseln… Irgendwann zwischendurch knipste ich nochmal für drei bis vier Sekunden den Verstand ein und machte einen „Entwurf“,  das heißt, ich beschloss mal eben, die Teile nicht zu wahrlos, sondern in Doppelrosetten anzuordnen.

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sechs9Einzelne Hexies sind bewusst aus dem Fadenlauf gedreht – teils wegen der Musterung,
teils, weil es den Flickenquiltcharakter unterstreicht.
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sechs8Was für ein Farbglück! Die Muster, die Stoffe, die Farbverläufe, das Garn! (Diese sehr unpassende Erkältung in den ersten herbstkalten Tagen tat ein übriges, so doof wie sie war, aber immerhin war es möglich, auf dem Sofa Sechsecken zu nähen) Wenn man dann noch zwischendurch, bei Nähtreffen, anstatt fernzusehen und nochmal zwischendurch näht und näht und näht, dann blühen die Rosetten schneller auf als man „Hexadezimalsystem“ sagen kann.

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Manchmal darf es ganz einfach sein.
Manchmal darf man getrost ganz kleine Brötchen backen.

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Sechseckkissen „Aprilwetter“

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Huch, schon April! Zeit, meinen immerwährenden Lieblingskalender umzublättern. Letztes Jahr um diese Zeit sagte ich der Patchworkgilde spontan zu, dass ich für Mitglieder der Gilde eine Kissenanleitung für die Monatsaktion 2016 spendiere, für den April. „Aprilwetter“, eine Mischung aus schäg und klassisch und Limonengrün. Auf der Rückseite hat es übrigens Kunststoffdruckknöpfe. Der Beutel mit den bunten Knöpfen samt Zange ist mindestens ein so tolles Spielzeug wie der Wollewickler. Warum noch irgendetwas nähen, wenn man es  – zack! Knopf mit Zange in den Stoff genietet – zuknöpfen kann. Vom Loch in der Hose über Kissenverschlüsse bis zum Ersatz für superunpraktisches Klettband.

Der April ist so inspirierend. (Okay – jeder Monat ist so inspirierened, aber am meisten doch immer der, der gerade ist. Tschacka.) Ein Seewind heult ums Haus, und das, obwohl wir nicht mal an der Küste wohnen; aber der stürmische Wind klingt genau so, nach See und Weite und Möwen und ziemlich frei. Es gibt Licht und Schatten und grelle Sonne und Wolken im schönsten Wechsel, mit Aufbruchstimmung Richtung Frühling. Wenn man rausgeht, um die Ostereier vom Apfelbaum zu nehmen, jedenfalls die, die noch nicht runtergeweht sind, frieren fast die Finger ab. Aber das macht ja nichts wenn man weiß, dass man es drinnen gleich wieder warm hat und es Kaffee und Haferkekse gibt.

Die Sache mit den Mützen hat dann übrigens doch noch geklappt. Für warme Ohren und gegen Sturmfrisur.

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Man kommt sich ja ein bisschen heiligenscheinpolierend intellektuell vor, wenn man Böll zitiert* oder auch nur erwähnt. Wenn man sonst ganz entspannt leichte Schmöker mit Happy End bevorzugt und schon mal mit „Gregs Tagebuch“ liebäugelt. Aber „Ansichten eines Clowns“ von Böll war schon immer ein Lieblingsbuch von mir. Schon mit siebzehn und mit türkisgefärbten Haaren war dieses Buch unter den Top Five meiner Lieblingsbücher. Ich kam darauf, weil ich gerade die Beschreibung des endlosen Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spielens im Hinterkopf hatte. Clown und Freundin liegen bäuchlings auf Hotelbetten und spielen, und dabei das Klicken der Puppen auf dem Spielbrett, das Würfeln und Setzen, die meditative Endlosigkeit. Unplugged. – Ich hab die Stelle gerade im Buch gefunden: *„Ich habe ein ähnliches Gefühl der großartigen Leere manchmal beim Mensch-ärger-dich-nicht-Spielen, wenn es über drei, vier Stunden dauert; allein die Geräusche, das Klappern der Würfel, das Tappen der Puppen, das Klick, wenn man eine Puppe schlägt.“
Im Winter spielt sich’s leichter. Wir spielen rummikub. Endlos. Das Klicken der Spielsteine, das Rätseln um Spielzüge. Es geht um Nichts. (Auch das, das Nichts, so wunderbar im „Clown„.)

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Und weil manchmal nichts mehr zu tun bleibt, als die Welt ein bisschen bunter zu machen, gibt es für unsere Spielsteine einen maßgeschneiderten Hexiebeutel (aus: „Zauberhafte Lieseleien„). Das Format ist angepasst an die Menge des Inhalts, genäht aus den größeren 1 1/4“ Sechsecken. Nicht wie im Buch 7 x 3, sondern 8 x 3 Sechsecken. Dadurch wird der Beutel etwas breiter. Die Grundanleitung bleibt dieselbe, man muss nur vor dem Zuschneiden des Innenbeutels einmal messen, wie breit die Sechseckborte ist und das Rechteck für den Innenbeutel entsprechend verbreitern. Der Boden ist ebenfalls entsprechend angepasst an die Breite von acht Sechsecken und aus acht Teilen (Drachen) zusammengesetzt.

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Es wühlt sich so wunderbar in dem Beutel mit Spielsteinen. Es fühlt sich an, es hört sich an, es ist friedlich und echt und es geht so schön um Nichts.

 

Manchmal spielen wir auch Backgammon. Die handtaschenfreundliche Reisevariante steckt nach wie vor in einer abgewetzten Pappschachtel. Nee, da gibts keinen Beutel für. Da denke ich bloß prompt immer an eine Spielbrettvariante aus Stoff, die ich schon lange nähen möchte, mit Nachtblau und Sternen und Funkeln und Tierkreiszeichen, und dann träume ich mich so davon und meine Spielsteine fliegen raus und ich denke „Jetzt alles, aber keine 2 und 5 würfeln“ und dann würfel ich 2 und 5 und das Universum lacht und sagt, du weißt doch, dass ich keine Verneinungen kenne!

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♥ ♥

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Stapel

Sie sind da! Die ersten knusperfrischen Zauberhafte-Lieseleien-Bücher! Stapelweise! In Liesels Ecke ab sofort erhältlich, im Buch- und Patchworkhandel spätestens ab Ostern.

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Außerdem stapeln sich hier Blümchen aus Dresdner-Teller-Schablonen. Ohne mich lange mit Plänen aufzuhalten, fand ich mich schon eifrig mit Restekiste und Stoffschere und Blütenblätter ausschneidend. Die kleinen Kränzchen appliziere ich auf Quadrate, die ihrerseits auch gepatcht oder verziert sein können.

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In die Mitte nähe ich Yoyos und tüddel mit Perlen und Kleinigkeiten.

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Diese zwei Seiten beim Stöffchenpuzzeln sind wundervoll: Einerseits, hat man Teilchen geschnitten und vorbereitet, kann man sie mit abschweifenden Gedanken nähen und zusammenbringen und die Finger tun ihr Werk – andererseits schwelgt man in Farbzusammenstellungen und Gestaltung, kombiniert und arrangiert. Stoffstückchen fliegen wie ein Schwarm aufgescheuchter Hühner links und rechts und setzen sich schließlich zum perfekten Blümchen zusammen.

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Da brauchts dann nur wieder die entspannte Phase mit Nadel und Faden in der Hand, um die Teilchen zusammenzusticheln. Und wenn das langweilig wird, hurra, dann kann man ja wieder wirbeln und kombinieren und arrangieren.

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Und irgendwo zwischendrin sind die verzierenden Feinarbeiten, die i-Tüpfelchen, falls der Sinn danach steht.

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Diese Blümchen sammel ich jetzt erstmal. Irgendwann finden sie ihren Platz in einem verwunschenen Garten in einem quadratischen Quilt. Ein schöner Auftakt zur Gartensaison, während draußen die echten Blümelein fein sauber geregnet werden.

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Liebe Lieselfreundinnen,

es ist soweit: hier ist der erste Einblick in das neue Lieselbuch!

Zauberhafte Lieseleien

Es hat das nähkörbchenfreundliche Format von 18 x 18 cm und stolze 200 Seiten.

Es ist proppvoll mit Projekten und Variationen, Farbe und Form.

Und es ist schon bald lieferbar! Yay!

Look inside …

zauberli7wunderschöne Projekte…

zauberli5… Fotos …

zauberli6… fantasievolle Gestaltungstipps und Variationen, Ideen und Tricks … …

zauberli2… und mehr Projekte …

zauberli4… zauberhaft und nützlich …

zauberli3… und immer i-Tüpfelchen (in die ich ganz verliebt bin )

Dieses Lieselbuch beinhaltet „fünfzehn und mehr“ ganz unterschiedliche Projekte. Die meisten sind handlich und übersichtlich. Statt eines großen Quilts kann man dann zum Beispiel im Handumdrehen eine unwiderstehliche Matrjoschka nähen (Anleitung in drei Größen). Das macht so viel Spaß, dass sich zu der Matrjoschka (und ihrem Kind und Kindeskind) noch schätzungsweise 27 weitere gesellen werden, weil sie sooo schön sind und man kein Ende findet beim Lieseln.

Es könnte sein, dass ich etwas überschnappe vor Begeisterung. Aber ich bin so froh, dass ich all die Projekte und Seiten endlich mit euch teilen darf!

Das Lieseln („Liesels Sechsecken-Technik“) ist von Grund auf anfängerfreundlich erklärt und mit weiterführenden Tricks gewürzt (z.B. Heften von Schablone mit Rundung). Es wird rundherum nützlich aus dem Nähkästchen geplaudert.

Das Buch „Zauberhafte Lieseleien“ (24,80€) ist ab sofort im Lieselshop vorbestellbar (oder per Mail an mich, oder wer möchte, kann in einem Kommentar Interesse signalisieren). Und als Schmankerl für jede vorbestellende zauberhafte Lieselfreundin wird es am Erscheinungstag (d.h. sehrschnellstmöglich ab Verlag) portofrei mit einem kleinen Extra zugeschickt. Ich wünsche euch sehr viel Spaß damit!

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