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Blumenelfe!

Hier flattert ja noch die Blumenelfe herum! Was letztes Jahr eine Aktion ausschließlich für Mitglieder der Patchworkgilde war, darf inzwischen allen Lieselfreundinnen zugänglich sein. Es ist die Anleitung für einen Miniquilt von 30 x 34 cm, ein kleines Geliesel zwischendurch.

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Hier noch das Kleingedruckte: Der Entwurf ist von mir (© Hilde Klatt) und ich stelle ihn Euch kostenlos als pdf-Datei zur Verfügung. Er ist ausschließlich für private Verwendung.

Ich würde  mich sehr freuen,
wenn Ihr Eure fertige Blumenelfe zeigt!
Viel Spaß damit!

Perlmusterschal

Und dann war da noch …

… der Perlmusterschal!

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Er hat mich kuschelig warm durch den Winter gebracht. Das Musterrezept ist denkbar einfach:

gewünschte Maschenzahl aufnehmen
Perlmuster stricken (rechts – links – rechts – links – …. und in der nächsten Reihe linke und rechte Maschen versetzt, wie die schwarzen und weißen Felder auf einem Schachbrett)
stricken, bis das Knäul leer ist, dann die nächste Farbe beginnen (oder Streifen oder Felder mit konstanter Reihenzahl stricken)

Strickbar sehr nett überall, jederzeit und zu allen Gelegenheiten.

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Mein Perlmusterschal besteht aus vier Strängen Malabrigo Sock Garn.
128 Maschen in der Breite
202 Reihen pro Farbfeld
(völlig irre 103.424 Maschen insgesamt, aber das will besser keiner wissen)

Abketteln und feddisch.

Im Gebrauch längt sich dieser Schal. Eigentlich hatte ich mir ein breiteres Schaltuch erhofft. Trotzdem passt er für alle Lebenslagen. Wenn es kalt ist, kann man ihn mehrmals um den Hals schlingen. Bei Nieselregen hilft eine Lage Perlmusterschal hinten wie eine Kapuze hochgezogen, die perfekte Frisur in Form und trocken zu halten. Auf dem Sofa kann man ihn locker über den Schultern ausbreiten, für eine zusätzliche leichte wohlige Wärmeschicht. Auf Reisen kann er als geschmeidiges Tuch Rumpf und Knie wärmen wie eine handliche Decke. Passt in jede Tasche, jeden Korb.

Sehr empfehlenswert!

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Es blieben kleine Garnreste übrig. Es blieben über die Jahre schon einige kleinere und größere Garnreste übrig. Und die wurden jetzt auch noch in einem wolligen Strickrausch verstrickt – hier ein kleiner Einblick ins Körbchen…

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Heute regnet es junge Hunde. Gestern war es nicht ganz so schlimm. Da war es nur kühl und nieselte immer wieder. Und was gibt es da schöneres, als nach Hause zu kommen und von Pfannkuchenduft begrüßt zu werden? Also gab es gestern mittag Pfannkuchen. Und nach der Schule erschnupperte mein Kind das Mittagessen schon auf dem Weg nach Hause und war glücklich! Ab ins Warme und Trockene, und dann Pfannkuchen heiß und frisch gebacken und mit ZimtZucker bestreut….

Ich backe immer gleich einen ganzen Berg davon. Sie sind ungesüßt und können abends kalt (oder aufgewärmt) als Wraps bestückt werden. In einer Zeitschrift fand ich neulich das Rezept für eine Bohnencreme für Wraps: Man nehme ein Glas rote Bohnen und püriere sie nach Belieben mit Olivenöl, Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Zucker, Zitrone, Chili…. Eine wunderbare Creme zum Aufstreichen auf Wraps, und dann – wie wunderbar, wieder nach Belieben! – belegt mit Salat, Tomate, Mais, Lauchzwiebelringlein… einklappen, aufessen, Finger abschlecken, lecker!

Und heute gab es die Pfannkuchenreste als Flädlesuppe – oder Fädlesuppe? Fein streifig geschnittene Pfannkuchen sind nun mal auch Fädchen. In einer Brühe mit Erbsen, Petersilie, Frühlingszwiebel…

Pfannkuchen backen war für mich über die Jahre eine echte Herausforderung, aber inzwischen backe ich sie ganz virtuos. Deshalb teil ich jetzt gerne mal meine Küchengeheimnisse:

Pfannkuchen (vegan)

600 g Mehl mit
1 geh. EL Stärkemehl und
1 kl. TL Salz    vermengen. Mit
1 l Pflanzendrink mit dem Schneebesen verrühren. (Haferdrink ist dabei momentan mein Favorit: Soja-, Mandel-Drink etc verhält sich etwas anders – einfach ausprobieren!)

Diesen Teig lässt man 10 – 15 Minuten ruhen, damit er quellen kann, bevor man ihn nochmal kräftig durchrührt.

Irgendwann hatte ich festgestellt, dass die ersten einzwei Pfannkuchen nicht so schön werden wie die nächsten. Also lasse ich inzwischen einfach die ersten beiden weg. Soll heißen: Ich erhitze meine glatte Edelstahlpfanne (nichts beschichtetes, das kann ganz anders sein!) ein paar Minuten ohne Pfannkuchen, einfach nur die leere Edelstahlpfanne auf der heißen Herdplatte. Und DANN fange ich erst an zu backen. Anfangs kommt ein kleiner TL Sonnenblumenöl in die Pfanne, über den Boden verteilt, und sofort die erste Kelle Teig hinein.

Die Pfannkuchen sind ziemlich dünn. Der flüssige Teig wird komplett verstrichen. Wenn oben drauf noch flüssiger Teig zum nach außen streichen ist, dann wird er noch nach außen gestrichen. (Die Teigmenge pro Pfanne ist natürlich dann wieder Erfahrungssache).

Eigentlich wünsche ich mir so ein Holz-T, wie es die Crepebäcker benutzen. Hab ich aber nicht, und so muss der hölzerne Pfannenschieber herhalten, um den Teig gleichmäßig (nach außen kreisförmig) zu verteilen. Dann ist man geduldig (Herd auf mittlere Hitze gestellt) und wartet, bis der Teig oben nicht mehr glänzt, bis er oberwärts trocken ist. Dann löst man mit einem ganz flachen (“scharfkantigen”) Metallpfannenschieber den Pfannkuchen ringsherum etwas ab und kann ihn ganz einfach umdrehen. Er löst sich wunderbar. Noch kurz die andere Seite bräunen, und weiter geht es mit der nächsten Kelle Teig.

Öl gebe ich nicht mehr dazu. Sie backen wunderbar einfach so.

Ja, und es regnet immer noch. Cats and dogs. Wie schön, wenn man da zwischendrin die Stricknadeln klappern lassen kann! Dies wird ein I-Cord. Wofür auch immer “I” steht. Es ist das gleiche, was mühselig aus einer Strickliesel herausgewurstelt wird. Aber mit zwei (kurzen) Stricknadeln geht es viel besser! Hier sind es vier Maschen, die immer gleich abgestrickt werden: Stricken, Maschen auf der Nadel nach rechts schieben, Faden von links nach rechts führen (er liegt nur hinter den Maschen, nicht zu locker, dann sieht es aus wie rundum gestrickt) und auf der rechten Seite der Nadel wieder die vier Maschen abstricken [auf der Nadel nach rechts schieben, abstricken] x-mal wiederholen und schwupp hat man 8 Meter, wenn man nicht früh genug aufhört.

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Das war, bevor ich es feucht in Form gezogen habe. Und momentan kann ich die ganze Angelegenheit nicht fotografieren (es regnet, hab ich das schon erwähnt?) und überhaupt, vorher gibt es noch den fertigen Perlmusterschal zu sehen! Heute an dieser Stelle also nur ein unmögliches Bild und Appetit auf Pfannkuchen…

 

 

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Perlgarn No. 8 – das ist mein A und O zum Quilten. Zum Annähen von diesem und jenem, zum Applizieren… Und seit neustem sogar zum Häkeln. Denn: Ständig stehen Trinkgläser herum, und keiner weiß bescheid.
– Ist das meins?
– Wer hatte das Kuhglas?
(Stand das schon gestern da?)
– War die Katze an meinem Wasserglas?!
(Hat jetzt jemand ALLE Gläser in die Spülmaschine geräumt?)
– Wo ist mein Glas?
[Und nein, wir reden hier nicht von einem 20-Personen-Haushalt!]

BLING! Die Idee. Auf einmal brauchte ich ganz dringend und sofort und jetzt hübsche perlenumrandete Häkelnetzchen für die Gläser.

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Also Perlgarn No 8. Eine 2er Häkelnadel. Luftmaschenketten. Perlen aus dem Fundus. Schwuppschwupp. Und jeder hat sein Häkelnetz fürs Glas! Jeder hat seine Farbe, erkennt auf Anhieb seins, und weiß, dass die Katze nicht dran war (und wenn, dann sieht man das, denn sie legt das Spitzendeckchen nicht wieder ordentlich übers Glas, soviel ist sicher).

Das Häkelmuster ging denkbar einfach so freihand. 8 Luftmaschen zum Ring, weitere Luftmaschenketten in den Ring, hier und da mehr Maschen und ab und zu die Anzahl der Luftmaschenketten (Bögen) in einer Rund verdoppeln. Vor der letzten Runde wird der Faden lang genug abgeschnitten, dass er für einmal rundherum reicht, Perlen aufgefädelt, diese in die letzte Runde eingehäkelt und gut. Das fertige Netz wird einmal kurz unter heißes Wasser gehalten, mit einem Tuch getrocknet und mit Stecknadeln auf einer weichen Unterlage in die runde Form gepinnt. Wenn es trocken ist, kann es schon in Gebrauch genommen werden.

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Passt sogar ein Strohhalm durch. (Und Katzen können nicht mit Strohhalm trinken, ha! )

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Falls es mit mir durchgeht, häkel ich noch mehr davon, auf Vorrat, für Besuch, für Farblaunen und für Salatschüsseln. Häkelnetze in allen Größen, Farben und Verzierungsgraden. Aber nicht jetzt. Jetzt geh ich auf die Terrasse und lausche dem Brummen der Hummeln…

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Häkeldeckchen XXL

Irgendwann fanden mal zwei Konen Zpagetti-Garn zu mir. Das ist wie Alte-TShirts-Spiralig-Zu-Fäden-Schneiden für Faule. Ich erinner mich dunkel an staubig riechende Objekte in den 70er Jahren, als wir aus Stoffstreifen gehäkelt haben. Zpagetti ist jedenfalls mehr ein Garn als fusselige Streifen und nun standen die zwei Konen da.
(Das, wofür ich sie eigentlich gedacht hatte, hab ich dann in Merinogarn gestrickt…)
Aufräumen heißt ja auch immer, angefangene Projekte erledigen – wobei “erledigen” jede gewünschte Doppelbedeutung haben darf!

Nun ist ein schicker runder Teppich deutlich leichter aufzuräumen oder zu dekorieren als zwei unhandlich dicke, kiloschwere Garnrollen in xxl-Format. Also nahm ich meine 12er Häkelnadel, einige lustige Häkelstunden, das Modell Mandala-Rug, und TaDah!

mand4Durchmesser ca. 90 cm

In Form gedämpft ist die Häkelei übrigens nicht. Stecknadeln hätten eh nicht gereicht. Da hätten Zeltheringe hergemusst.

Am Rand musste ich dann noch einzweimal aufribbeln und improvisieren und einzwei Reihen weglassen, sonst hätte das Garn knapp nicht gereicht. Wäre ich da losgezogen die dritte Kone zu kaufen, hätte ich gleich wieder so ein fast volles Ungetüm in meinem Garnfundus gehabt! Und da hätte sich ja die Katze in den Schwanz gebissen, wie man so sagt. Obwohl erfahrungsgemäß Katzen viel lieber in Teppiche beißen.

Lass irgendwo einen Zettel fallen, und eine Katze sitzt drauf.

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Lass einen Badteppich liegen, und der Kater freut sich nen Keks, weil er was zu raufen hat.

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Schnuckelchen.

Irgendwann letztes Jahr bekam ich meinen Harlekin ausgehändigt mit den Worten KeineAhnungWieDasPassierenKonnte. Außerstande irgendetwas anderes zu tun, konnte ich ihn nur noch mit schockstarrem Kaninchenblick in der ToDoKiste verschwinden lassen. Deshalb:

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Ich traute mich kaum, daran zu rühren. Mochte die Laufmasche nicht auffordern, noch weiter zu rennen. Und so geriet die Häkeldecke fast in Vergessenheit, bis ich sie gestern vorholte und den nötigen Kick bekam, sie zu flicken. Erstmal mussten die losen Schlaufen mit einem Hilfsfaden gesichert werden, dann brauchte ich nur noch knobelig austüfteln, wie der Faden wieder einzuhäkeln war, verknoten und fertig. Auch nicht schwieriger als Sudoko zu lösen, in 3D sozusagen.

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Spuren der Zeit sind doch ganz charmant.
Und so trägt auch der Harlekin seine Narbe mit Würde.

 

Endlich kann der Harlekin wieder bekuschelt werden! Das Flickwerk dauerte wahrscheinlich weniger Minuten als Tage verstrichen, in denen die Decke weggepackt war.

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Und diesen Traum von Matrjoschka hat mir meine liebe Freundin Annette gehäkelt, gefilzt, verziert und geschenkt. Unglaublich! 1000 Dank dafür, und dass ich beim Auspacken von Kreativkisten den o.g. Kick gekam, den Faden wieder aufzunehmen!

Da ich immer noch nicht Socken auswendig stricken kann, dachte ich mir: Wer braucht schon die Socken-Fersen und Socken-Spitzen?! Weniger ist mehr: Es gibt doch so schöne “Yogasocken”. In einem Sockenbuch fand ich die passende Anleitung, und Silk Garden Socks Garn in kuscheligen Farben hat das Stricken zu einem Vergnügen gemacht, sie sind ein Augenschmaus und tragen sich prima als Wärmsocken (statt Puschen) über anderen Socken. Das geniale ist, dass sie für mich alltagstauglich sind, und wie! Die Löcher in den Socken hat man doch eh zuerst an den Strumpffersen oder an den Zehen – da kann man diese Teile doch gleich weglassen.

Tagelang rannte ich in diesen zauberhaften Strümpfen herum. Und wenn ich sie beim kleinen Hüpfer nach draußen auf die Terrasse auf den rauhen Steinen schonen will – voilá! – dann laufe ich einfach auf Zehenspitzen!

Apropos Sparstrumpf: Solches Modell ist ein Sparstrumpf ganz besonderer Art. Als Sparstrumpf für fröhlich durchlaufende Golddublonen ist er die wahr gewordene Großzügigkeit.
Ergibt zusammen mit Spendierhosen das perfekte Outfit.

Socken ohne Ferse und ohne Spitze.
Socken ohne. Soweit so gut.

Zur Untermalung hätte ich jetzt gerne ein paar Fotos. Ich hätte sie echt gern gezeigt (und bei Gelegenheit auch gerne wieder angezogen). Leider ist dieses Paar Socken nicht zum Fototermin erschienen. Ihr müsst sie euch vorstellen. Sie sind einfach und gründlich weg. Haben sich auf die Socken aus dem Staub gemacht. Schadeschadeschade.

Also Socken ganz ohne. Ohne Bild und ich ohne Socken.


Zum Glück bleibt mir noch der Ausblick auf einen neuen Pullover. “Raglan Sleeved Henley” aus “Knits Men Want”, gestrickt mit Rowan Wool Cotton.

pullover2Wofür eine Maschenprobe doch gut ist!

Er wird von oben nach unten gestrickt, und nach den Raglanzunahmen und Ärmelausschnitten bin ich jetzt beim glatt und rund gestrickten Rumpfteil. Rechte Maschen ohne Zahl. Strick strick strick, ich muss nur darauf achten, die Maschen vor lauter Entspanntheit nicht zu locker zu machen. Masche um Masche, nur ab und zu taucht der Reihenanfangsmarker auf, kommt und geht wie eine Boje zwischen blauen Wellen.

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Und so ruder ruder ruder ich mit meinen zwei kleinen Hölzchen über den endlosen, nacht- und nebelblauen Ozean. Wunderbar…

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